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2015-12-20

>> Erster Lufthansa-Airbus A320neo fliegt

NewspictureHAMBURG - Der erste Airbus A320neo für Lufthansa, die Airline wird der weltweit erste Betreiber der neuen A320-Generation, ist am Freitag in Hamburg-Finkenwerder zum Jungfernflug gestartet. Der A320neo mit der Werknummer MSN6801 hob am Freitagmittag als “Flug AIB801A” in Hamburg ab.

Gegen 13 Uhr befand sich das Flugzeug auf nordwestlichem Kurs über Helgoland in 31.000 Fuß Höhe (9450 Meter), um in einem weiten Bogen wieder südostwärts Kurs auf Bremerhaven zu nehmen.

Das derzeit als D-AXAQ registrierte Flugzeug soll, wie berichtet, wahrscheinlich am 22. Dezember in Hamburg als weltweit erstes Kundenflugzeug der neuen A320-Generation übergeben werden.

Ursprünglich hatte Airbus Qatar Airways als ersten A320neo-Betreiber angekündigt. Diese Airline hat ihre Abnahme jedoch leicht verzögert.

Angeblich kann es beim Wiederanlassen warmer Triebwerke derzeit noch Probleme mit ungleichmäßigen Abkühlungsprozessen geben. Deshalb müssen nach einem Flug die heißen PW1100G-Triebwerke am Boden bisher noch drei Minuten im Leerlauf betrieben werden, um in Ruhe abzukühlen.

Pratt & Whitney will dieses Problem mit einem Software-Update bis Februar abstellen.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2015-12-05

>> Boeing legt Detailkonstruktion für 787-10 fest

NewspictureEVERETT - Boeing hat die Detailkonstruktion der 787–10 festgelegt, um 2016 mit dem Bau des längsten Dreamliner-Modells zu beginnen. “95 Prozent des Designs und Aufbaus von 787–10 und 787–9 sind identisch”, erklärte Boeing am Mittwoch in Everett. Dies verringere Komplexität und Risiken der 787–10.

Die erste 787–9 ging 2014 bei Air New Zealand in Dienst und wurde inzwischen 60 Mal ausgeliefert. Boeing baut das Flugzeug an beiden Endlinien in Everett und Charleston. Die 787–10 wird nur in Charleston montiert. Boeing plant die erste Auslieferung 2018 an United Airlines.

Gegenüber der 787–9 ist die 787–10 nochmal 5,5 Meter in der Länge gewachsen. Boeing sieht die Optimalbestuhlung bei 323 Sitzen und sagt Airlines eine Reichweite von 6.430 nautischen Meilen (11.910 Kilometer) zu.

Für den doppelt gestreckten Dreamliner liegen in Seattle 164 Festaufträge von neun Kunden vor. Zuletzt entschied sich Eva Air aus Taiwan für die 787–10.

Die Festlegung der Detailkonstruktion sei zwei Wochen vor dem eigentlichen Zeitplan erfolgt, betonte der Airbus-Konkurrent in der Aussendung.

© aero.de

2015-11-27

>> Bombardier schließt CS100-Flugerprobung ab

NewspictureMIRABEL - Bombardier hat die letzten Flugversuche der CS100 erfolgreich abgeschlossen. Derzeit werden die letzten Dokumente für die Zulassung bearbeitet, die Bombardier für die CS100 nach wie vor bis Ende dieses Jahres erwartet. Nun müssten nur noch die Berichte für die kanadische Transportbehörde geschrieben werden.

Bei den Leistungsmessungen seien alle Vorgaben übertroffen worden, teilte CSeries-Programm-Manager Robert Dewar mit. In diesem Jahr konnten unter anderem die Lärmmessungen und die Versuche bei niedrigen aber auch extrem hohen Temperaturen abgeschlossen werden.

Laut Dewar ist die CSeries das erste Flugzeug, das für einen Betrieb bei einer Temperatur von 54 Grad Celsius entwickelt wurde. Entsprechende Versuche fanden in diesem Jahr in Mesa, Arizona, statt.

Nach dem Ende der Flugtests nutzt Bombardier den in Swiss-Farben lackierten fünften Prototyp FTV 5 für ausgiebige Vorführtouren und nahm damit auch an der Dubai Air Show teil. Neue Verkäufe gab es indes nicht.

Unterdessen laufen die Route-Proving-Flüge weiter, bei dem die CS100 unter Einsatzbedingungen einer Airline betrieben wird. Seit Beginn der Function-and-Reliability-Kampagne (F&R) am 7. November hat die CSeries schon die Flughäfen von Toronto, Montreal, Windsor, Thunder Bay, Moncton, Halifax, St-John’s, Calgary, und Regina in Kanada angeflogen.

In den USA war die CS100 schon in Denver, Wichita, Boise, Chicago, Minneapolis, Fort Lauderdale, Dallas-Fort Worth, New Orleans, Nashville, Seattle und Raleigh/Durham zu Gas.

Milliardenabschreibung

Verzögerungen und hohe Entwicklungskosten zwangen Bombardier kürzlich zu einer Abschreibung von 3,2 Milliarden US-Dollar auf das Programm. Der Staat sprang dem Konzern zur Seite - die CSeries wird nun mit der Provinzregierung Quebec als Co-Gesellschafter fortgeführt.

Als erste Airline weltweit wird die Lufthansa-Tochter Swiss im ersten Halbjahr 2016 die CS100 in Flugdienst stellen. Erster Betreiber der größeren CS300 wird wenig später AirBaltic sein.

© FLUG REVUE - Patrick Hoeveler, aero.de

2015-11-17

>> Dubai Air Show: Rolls-Royce wäre bei A380neo mit von der Partie

NewspictureDUBAI - Rolls-Royce glaubt an die Zukunft der A380 als A380neo. "Wenn sich Airbus und Emirates für eine A380neo entscheiden, stehen von unserer Seite mehrere Triebwerksoptionen zur Wahl", signalisierte der für den Nahen Osten zuständige Rolls-Royce-Manager John Gay auf der Dubai Air Show.

Emirates hatte im April erstmals A380-Triebwerke bei Rolls-Royce bestellt. Der Auftrag erstreckt sich auf Antriebe für 50 Flugzeuge mit Lieferterminen ab Ende 2016.

Zwar will sich Airbus kurzfristig noch nicht auf ein A380-Lifting festlegen, streute in Dubai aber schon recht konkrete Eckdaten. Er erwarte eine A380neo für 2022 oder 2023 mit leicht verlängertem Rumpf und neuen Antrieben, sagte Airbus-Vorstandsmitglied John Leahy der "Aviation Week".

Triebfeder der A380neo ist Emirates - die Airline benötigt nach eigenen Angaben bis zu 200 der neuen Superjumbos für ihr Netz. "Wir hatten dieses Jahr viele Treffen mit Airbus zur A380neo - darüber, was wir uns vorstellen und wie viele wir bis 2035 brauchen", sagte Emirates-Chef Tim Clark Anfang Oktober.

Emirates würde sich eine A380neo zwar etwas früher wünschen. Eine übereilte Ablösung der aktuellen Generation gefährde aber nicht nur laufende Verkaufsbemühungen, sondern auch die Restwerte aktueller Flotten, heißt es aus dem Airbus-Lager.

"Timing ist alles", sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person aero.de am Donnerstag bei einem Branchenabend in Frankfurt. Ein EIS der A380neo "15 Jahre nach der ersten A380-Auslieferung" an Singapore Airlines wäre "ein taktisch gut gewählter Zeitpunkt".

Airbus spekuliert darauf, einige A380neo nicht nur bei Emirates, sondern auch bei anderen aktuellen Betreibern unterzubringen. Qatar Airways und Dauerinteressent Turkish Airlines signalisierten in Dubai, sich ebenfalls näher mit einer A380neo zu befassen.

Andere Airlines winken ab. So sieht Qantas International die Zukunft nach den Worten ihres Chefs Gareth Evans in großen Zweistrahlern. Ihre zwölf A380 werde Qantas bis zum Ende der "wirtschaftlichen Lebensdauer" fliegen und Mitte der 2020er Jahre ersetzen, sagte Evans der Zeitung "The Australian" im Juni. Qantas hatte ihre erste A380-800 2008 erhalten.

© aero.de

2015-10-29

>> Boeing stellt 777-Rumpfmontage auf Roboter um

NewspictureEVERETT - Boeing hat im 777-Werk Everett mit der Umstellung der Rumpfproduktion vom manuellen Nieten auf die automatisierte Verbindung mit der Hilfe von autonomen Nietrobotern begonnen. Die neuen Anlagen stammen von einem deutschen Hersteller.

Nach der Festlegung der 777X-Konstruktionsdaten und Leistungswerte ("Firm Configuration") habe Boeing damit begonnen, die künftige, automatisierte Rumpfproduktionstechnik "FAUB" auf der 777-Linie zu installieren, teilte Marketingsvorstand Randy Tinseth mit.

FAUB steht für "Fuselage Automated Upright Build" - "Automatisierte, aufrechte Rumpfherstellung" - und soll die Arbeitssicherheit, die Bauqualität und Kapazität der Endmontagelinie erhöhen.

Herzstück der neuen Produktionsmethode in der neuen Produktionshalle 40-27 sind autonome Industrieroboter des deutschen Herstellers KUKA Systems, die sich innerhalb der Rumpfröhre mit jeweils zwei Roboterarmen für die beiden Rumpfseiten nietend vorarbeiten.

Gleichzeitig "halten" von außen synchron Nietroboter gegen, versäubern die Nietstelle und versiegeln sie in stets perfekter Bauqualität. Auch die auf dem Hallenboden frei selbstfahrenden Arbeitsplattformen und Montagedocks in der Halle werden durch Computer positioniert. Boeing setzt die neue Technik erstmals im 777-Programm ein.

Bisher wurden rund 60.000 Niete pro Tag von Hand installiert, eine körperlich schwere und gefährliche Arbeit. Der Hersteller will sein vorhandenes Personal umschulen und künftig stärker für die Unterstützungsprozesse im Hintergrund der steigenden Fertigung einsetzen.

Die Zahl der benötigten Arbeitskräfte soll, auch wenn die 777-Rate bis zum Übergang zur 777X vermutlich vorübergehend leicht abgesenkt wird, trotz der Modernisierung deshalb grundsätzlich nicht sinken. Boeing will die neue Technik noch bei der herkömmlichen 777 einführen und sie dann in großem Maßstab bei der kommenden 777X nutzen.

Die Boeing 777X kombiniert einen völlig neuen CFK-Flügel nach dem Vorbild der Boeing 787 mit sparsamen, neuen Triebwerken und einen Metallrumpf, der sich eng an jenem der 777-300ER orientiert. Wegen der Gewichtsersparnis und aerodynamischer Optimierungen kommt die Boeing 777X mit weniger Triebwerksleistung aus, als ihre Vorgängerin.

© aero.de | FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2015-10-10

>> Erster Betreiber aus Europa: Finnair übernimmt ersten Airbus A350

NewspictureTOULOUSE - Finnair hat am Mittwoch, als erster europäischer Betreiber, in Toulouse ihren ersten Airbus A350-900 übernommen. Mit der Übernahme ihres ersten von 19 fest bestellten Airbus A350 ist Finnair nach Qatar Airways und Vietnam Airlines der dritte Betreiber des neuen Airbus Zweistrahler-Flaggschiffs.

Am Mittwoch startete Auslieferungsflug AY1350 aus Toulouse zur Finnair-Basis in Helsinki-Vantaa. 2015 werden Finnair insgesamt vier Flugzeuge geliefert und 2016 und 2017 weitere sieben A350. Die A350-Auslieferungen enden 2023.

Finnair hat sich ihre A350 mit 297 Sitzen bestuhlen lassen, davon 46 Sitzen der Business Class, 43 Sitzen der Economy Comfort Class und 208 regulären Sitzen der Economy Class.

Die A350 von Finnair soll ab Ende der Woche bei einer Besuchsreihe in Amsterdam und Oslo vorgestellt werden. Ab dem 21. November beginnen die regulären Einsätze von Helsinki nach Schanghai.

Die A350 ergänzt bei Finnair deren reinrassige Airbus-Flotte aus 30 Flugzeugen der A320-Familie und 15 Airbus A330 und A340. Bis 2017 will Finnair ihre Teilflotte A340-300 im Wechsel auf die A350 auflösen.

"Wir haben eine lange und ertragreiche Arbeitsbeziehung zu Airbus", sagte der Finnair-Vorstandschef Pekka Vauramo. "Die A350 hebt unsere Zusammenarbeit auf ein neues Niveau. Dieses Flugzeug verkörpert die Zukunft des Fliegens und vermittelt unseren Passagieren eine völlig neue und bessere Reiseerfahrung."

Airbus-Vorstandschef Fabrice Brégier sagte, die A350 XWB werde dank ihrer Treibstoffeffizienz und dank ihres Passagierkomforts die "Speerspitze" neuen Finnair-Wachstums nach Asien bilden. Der europäische Flugzeughersteller hat bisher 783 feste Bestellungen von 41 Kunden für die neue Flugzeugfamilie erhalten.

© aero.de | FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2015-09-23

>> MTU Maintenance feiert 7000 instandgesetzte Triebwerke

NewspictureHANNOVER - In ihrer über 35-jährigen Unternehmensgeschichte hat die MTU Maintenance in diesen Tagen das 7000. Triebwerk, ein GE90-110B, instandgesetzt. Das Jubiläum wurde gemeinsam mit dem Kunden AeroLogic in der Aufrüsthalle des Unternehmens gefeiert. Die GE90-Triebwerke der Frachtflugline betreut MTU seit 2012.

Die MTU Maintenance Hannover wurde 1979 gegründet und ist der erste Standort der mittlerweile global operierenden MTU Maintenance Gruppe, einer der Top 5 Instandsetzungsdienstleister weltweit. Das Unternehmen betreut zivile Flugzeugantriebe aus dem mittleren und oberen Schubbereich, darunter Erfolgsmotoren wie das V2500 und das CFM56, die den Airbus A320 und die Boeing 737 antreiben – aber auch das weltweit größte Triebwerk, das GE90-110B/-115B.

Mit einem Fan-Durchmesser von mehr als drei Metern, einem Gewicht von acht Tonnen und einer maximalen Schubkraft von 115000 Pfund bringt dieser Riese die Großraumflugzeuge der Boeing 777-Familie in die Lüfte. Der Standort in Hannover kann das Triebwerk vollständig instand setzen und testen. Dafür hat die MTU Maintenance 2008 in einen zweiten Teststand mit größerer Kapazität investiert.

Aktuell steht die Luftfahrtbranche vor einem Generationenwechsel. "In Hannover bereiten wir uns zur Zeit intensiv auf die neue Triebwerksgeneration vor. Dazu zählt die Lizensierung, die Schulung der Mitarbeiter und die Optimierung der Prozesse in den Werkshallen", erläuterte Holger Sindemann, Geschäftsführer der MTU Maintenance Hannover. "Wir haben bereits Instandsetzungsverträge für das PW1100G, das GEnx und GE9X unterzeichnet. Damit sind wir für die Zukunft gut aufgestellt."

Neben ihrem Triebwerksjubiläum feierte das Unternehmen an diesem Wochenende außerdem 25 Jahre Berufsausbildung bei der MTU Maintenance. Seit 1990 haben insgesamt 470 junge Menschen ihre Ausbildung im Unternehmen abgeschlossen und sind erfolgreich in ihr Berufsleben gestartet. Am Standort Hannover bietet die MTU Maintenance Ausbildungen zum Fluggerätmechaniker, Industriemechaniker, Oberflächenbeschichter und zur Fachkraft für Lagerlogistik an. Dazu gehören auch internationale Austauschprogramme, die für Mitarbeiter in global operierenden Unternehmen immer bedeutender werden.

© KS | flugrevue.de

2015-09-10

>> Airbus beginnt Fertigung der A330neo

NewspictureTOULOUSE - Rund ein Jahr nach dem offiziellen Programmstart hat Airbus mit der Produktion der ersten A330neo begonnen. Die ersten Serienmaschinen sollen im vierten Quartal 2017 ausgeliefert werden. In Saint-Eloi-Werk in Toulouse hat Airbus mit der Fertigung des ersten Triebwerkspylone der A330neo aus Titan.

Er wurde für das Trent-7000-Triebwerk von Rolls-Royce komplett neu entwickelt und verfügt über eine vom Airbus A350 XWB inspirierte Verkleidung aus Verbundwerkstoffen und Titan, die eine verbesserte Aerodynamik aufweist.

In Nantes entstand die erste Rippe für den Flügelkasten, die aus Aluminium besteht. Um Gewicht zu sparen und gleichzeitig die Anforderungen an Stabilität und Robustheit zu erfüllen setzen die Ingenieure auf ein so genanntes Isogrid-Design. Die Rippe wird von 330 Dreiecksstrukturen verstärkt.

Der Airbus A330neo soll im vierten Quartal 2017 ausgeliefert werden und dank der neuen Triebwerke und verbesserter Avionik bis zu 14 Prozent weniger Treibstoff (auf die Passagierzahl gerechnet) verbrauchen. Bis dato konnte Airbus 145 Exemplare der A330neo (135 A330-900 sowie zehn A330-800) verkaufen.

© www.aero.de | FLUG REVUE - Patrick Hoeveler

2015-08-28

>> Lufthansa rechnet mit erster A320neo noch 2015

NewspictureFRANKFURT - Lufthansa wird einen der allerersten A320neo von Airbus erhalten. "Die erste (Lufthansa-)A320neo soll Ende dieses Jahres ausgeliefert werden", sagte Lufthansa-Sprecherin Anja Lindenstein aero.de am Donnerstag. Airbus werde Lufthansa noch den genauen Liefertermin für die MSN6801 mitteilen.

Lufthansa melde das Flugzeug in Deutschland als D-AINA an. "Bis Ende 2016 werden wir nach heutigem Planungsstand insgesamt sieben Flugzeuge des Typs A320neo haben", sagte Lindenstein. "Die ersten A320neo sollen bei Lufthansa Passage eingesetzt werden."

Das Airbus-Auftragsbuch vermerkt 61 A320neo und 40 A321neo für Lufthansa. Spätere Flugzeuge dürften auch andernorts im Konzernverbund und bei der frisch gegründeten Günstigmarke Eurowings Europe ein Zuhause finden.

Lufthansa bestellte für ihre neue Teilflotte beide von Airbus angebotene Triebwerke. Frühe A320neo erhalten das Pratt & Whitney PW1100G-JM, 40 Flugzeuge schweben mit CFM LEAP-1A-Antrieben bei Lufthansa ein.

Nach einer mehrwöchigen Flugpause sammelt Airbus mit den A320neo-Prototypen inzwischen wieder fleißig Flugstunden. Pratt & Whitney musste ein nicht näher bezeichnetes "Komponentenproblem" in den Triebwerken lösen und entsprechend modifizierte Ersatzmotoren liefern.

Der Zeitverlust setzt Airbus zwar unter Termindruck. Trotz Flugpause werden die ersten A320neo aber noch in diesem Jahr ausgeliefert, sagte uns Airbus-Sprecherin Marcella Muratore im Juli. Neben Lufthansa werden auch Erstbetreiber Qatar Airways, IndiGo und Spirit Airlines frühe Serienflugzeuge erhalten.

© aero.de

2015-08-13

>> Airbus A380: Neue Elferreihe mit hochgesetzten Außenplätzen

NewspictureTOULOUSE - Um die Wirtschaftlichkeit der A380 zu verbessern, will Airbus die Bestuhlung verdichten und elf Fluggäste pro Reihe in der Economy Class unterbringen. Dafür sollen die äußeren Sitze jeweils leicht höhergelegt werden. Großkunde Emirates hat allerdings bereits erklärt, nicht an dieser Variante interessiert zu sein.

Ein vom Europäischen Patentamt Ende Juli datierter Patentantrag des Flugzeugherstellers zeigt nun erstmals ein Konzept, um elf Passagiere pro Reihe im Hauptdeck der A380 komfortabler unterbringen zu können. Dabei galt für eine Elfer-Bestuhlung bislang der Fußraum der an den Fensterplätzen sitzenden Passagiere als problematisch, der durch die Rumpfkrümmung eingeschränkt worden wäre.

Das neue Konzept zeigt nun eine Bestuhlung mit elf Sitzen in der Anordnung 3+5+3, bei dem die beiden Fensterplätze jeweils auf einer um 4,72 Zentimeter leicht erhöhten Bodenplatte stehen. Dadurch sitzen diese Passagiere weiter oben innerhalb der Rumpfrundung und gewinnen Raum für ihre Füße. Mit dieser Lösung könnte Airbus einen sehr viel aufwändigeren Umbau der A380 mit komplett höher gelegtem Hauptdeck-Fußboden vermeiden, um ebenfalls elf Passagiere komfortabel unterzubringen.

Ob dieses Konzept zu einer tatsächlichen Flugzeugbestuhlungsvariante führt, ist noch nicht bekannt. Der größte A380-Betreiber Emirates hatte bereits erklärt, an Elferreihen in der Economy Class grundsätzlich nicht interessiert zu sein.

© www.flugrevue.de/Sebastian Steinke, aero.de

2015-07-22

>> Airbus A330 mit Überrollschutz ROPS zertifiziert

NewspictureFRANKFURT - Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat den von Airbus entwickelten Überrollschutz "ROPS" auch für die A330-Familie zugelassen. Damit können jetzt alle Airbus-Programmfamilien mit dem "Runway overrun prevention System" ausgestattet werden.

ROPS basiert auf einem Computerprogramm, das unter Nutzung genauester GPS-Positionsdaten an Bord ständig anhand der Geschwindigkeit, Masse, Windlage und weiterer Faktoren den benötigten Bremsweg mit dem tatsächlich verbleibenden Bremsweg auf der angesteuerten Landebahn vergleicht. Sobald die verbleibende Strecke zu knapp wird, schlägt das System Alarm.

Dadurch können die Piloten frühzeitig ein Durchstartmanöver einleiten oder eine Schnellbremsung unter Nutzung aller Hilfsmittel, wie Schubumkehr, höchster Bremsleistung und Störklappen, durchführen. Im Extremfall kann das System sogar eine automatische Schnellbremsung veranlassen, um ein Überrollen des Landebahnendes zu verhindern.

Die von Airbus entwickelte und patentierte ROPS-Technik verknüpft ohnehin an Bord verfügbare technische Daten, um die schwierige Entscheidungsfindung der Piloten in Grenzsituationen, etwa bei einem etwas zu schnellen Anflug oder bei zu langem Ausschweben, zu erleichtern.

Als erster Kunde hat sich Korean Air ROPS für ihre Airbus A330 bestellt. Das System kann auch nachgerüstet werden. Seit 2009 war ROPS mit EASA-Genehmigung in der A380 verfügbar, wo es fast alle Betreiber nutzen. Bei der A350 gehört ROPS sogar zur Serienausstattung. Die A320-Familie ist seit 2013 für das System zugelassen.

"ROPS ist das Ergebnis jahrelanger Forschung", sagte Didier Lux, Airbus-Kundendienstvorstand. "Die EASA-Zulassung für die A330 zeigt, wie wir Innovationen im Interesse unserer Betreiber und der Flugsicherheit über unser gesamtes Produktspektrum verfügbar machen." Das Verlassen der Landebahn, seitlich oder durch Überrollen des Landebahnendes, sei heute die Hauptursache für die sogenannten "Hull Losses", also versicherungstechnische Totalverluste von Verkehrsflugzeugen, nachdem man andere Unfallursachen erfolgreich reduziert habe.

© www.aero.de | FLUG REVUE - Sebastian

2015-07-08

>> Airbus liefert im zweiten Quartal mehr Flugzeuge aus

NewspictureTOULOUSE - Airbus hat im zweiten Quartal einschließlich neuer Aufträge von der Paris Air Show 261 Flugzeuge verkauft. Nur 14 Bestellungen sagten Kunden von April bis Juni wieder ab, teilte Airbus am Dienstag in Toulouse mit. Bei den Auslieferungen zog der Hersteller das Tempo an.

Hatten nach den ersten drei Monaten erst 134 Flugzeuge den Hof verlassen, meldet Airbus für das erste Halbjahr 2015 304 Auslieferungen. Darunter waren 13 A380 und vier A350. Den Netto-Auftragseingang für die ersten sechs Monate gibt Airbus nach Abzug von 34 stornierten Maschinen mit 348 Flugzeugen an.

Im Juni belebte die Paris Air Show das Geschäft, wenn auch nicht ganz so stark wie in den Vorjahren - 135 Festaufträge bucht Airbus auf den Monat, unter anderem auch die erste Bestellung für eine A350 im laufenden Jahr. Die International Airfinance Corporation aus Dubai unterschrieb für eine A350-900.

Erste A350 für Vietnam Airlines

Erstmals entschied sich im Juni eine Airline für die gewichtsreduzierte Regionalausführung der A330-300. Saudia wird 20 Flugzeuge des Typs von der International Airfinance Corporation leasen.

Am letzten Tag des Halbjahres übergab Airbus Vietnam Airlines ihre erste A350-900 aus einem Leasingauftrag und führte das Flugzeug damit bei einem zweiten Kunden ein.

Der Airbus-Auftragsbestand erreichte im Juni einen neuen Gipfel bei 6.430 Flugzeugen.

Konkurrent Boeing wird seine Auftragsbilanz für das erste Halbjahr am späteren Montag veröffentlichen. Zuletzt lag Boeing mit 276 Nettoneuaufträgen zahlenmäßig etwas hinter Airbus, hatte aber mehr Langstreckenflugzeuge verkauft und schon im Mai die Marke von 300 Auslieferungen überschritten.

© www.aero.de

2015-06-30

>> Vietnam Airlines übernimmt ihre erste A350

NewspictureTOULOUSE - Vietnam Airlines hat am Dienstag bei Airbus in Toulouse ihren ersten Airbus A350-900 feierlich übernommen. Nach ersten Inlandsflügen zwischen Hanoi und Saigon soll das neue Flaggschiff bald von Vietnam aus nach Paris und zum Jahreswechsel auch nach Frankfurt verkehren.

Vietnam Airlines hat zehn A350 bei Airbus direkt bestellt und least vier weitere Flugzeuge, darunter das erste mit der Werknummer MSN14, von AerCap.

Die Kabine ist mit 29 Sitzen der Business Class ausgestattet, die sich in flache Betten verwandeln lassen, mit 45 Sitzen der Premium Economy Class und dahinter mit 231 Plätzen der regulären Economy Class. Vietnam Airlines betreibt unter anderem bereits 49 Airbus A321 und zehn Airbus A330.

Die Leasingfirma AerCap, der das jüngste Flugzeug gehört, ist mit bisher 945 Flugzeugbestellungen, darunter 20 Airbus A350, der größte Kunde des europäischen Herstellers. Airbus hat bisher 781 feste Bestellungen für die A350 von 40 Kunden erhalten. Der erste Betreiber war Qatar Airways.

Im laufenden Jahr will Airbus insgesamt 15 A350 ausliefern, darunter auch das erste Flugzeug für Finnair.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | www.aero.de

2015-06-15

>> Bombardier zeigt CSeries in Swiss-Lackierung

NewspictureMONTREAL - Für seinen Auftritt in Europa hat der fünfte Prototyp der CS100 (FTV5) einen Swiss-Anstrich erhalten. Auf der Paris Airshow zeigt Bombardier beide Varianten: Die CS300 wird im täglichen Flugprogramm vorgeführt, während die CS100 in der statischen Ausstellung zu besichtigen ist.

Die CS300 ist bereits in Le Bourget gelandet. Nach der Messe besucht die CS100 die Heimatbasis von Swiss in Zürich.

Nach einigem Zögern sagte Swiss Bombardier die Erstbetreiberrolle im Mai zu. "Nach den Daten aus der Flugerprobung erfüllt die CSeries unsere Leistungserwartungen", sagte Swiss Vorstandschef Harry Hohmeister. Daher freue man sich, die CS100 als erste Airline in den Flugbetrieb zu nehmen.

Dies werde im ersten Halbjahr 2016 geschehen. Die Schweizer Lufthansa-Tochter war im Juli 2008 Erstkunde des CSeries-Programms und hat 30 CS100 verbindlich bestellt. Die neue Flotte ersetzt in Zürich Avro-Jets der Swiss Global Airlines (bis Februar Swiss European Airlines).

© www.aero.de | FLUG REVUE - Patrick Hoeveler

2015-05-29

>> Lufthansa senkt den relativen Flottenverbrauch

NewspictureFRANKFURT - Die Passagierflugzeuge der Lufthansa Group haben 2014 einen neuen Verbrauchsrekord aufgestellt. Pro Fluggast verbrauchten die Jets nur noch 3,84 Liter Kerosin auf 100 Flugkilometer. Noch 2013 habe der Verbrauch bei 3,91 Litern Kerosin gelegen, meldete Lufthansa.

Damit habe man 2014 den Vorjahreswert um 1,6 Prozent verbessert. Der Lufthansa-Konzern habe damit das Airline-Branchenziel einer jährlichen Effizienzsteigerung von 1,5 Prozent wie in den Vorjahren eingehalten.

Die Passagierflotte des Konzerns fliegt bei Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Germanwings. Auch die Frachtflugzeuge von Lufthansa Cargo waren mit 0,183 Liter pro Tonnenkilometer so effizient wie nie zuvor unterwegs und verbesserten sich um satte 5,2 Prozent gegenüber 2013.

Hier dürfte sich die Flottenerneuerung mit der zweistrahligen Boeing 777F gegenüber der dreistrahligen MD–11F bemerkbar machen. Auch konzernweit konnte die Effizienz bei der Frachtbeförderung im Jahr 2014 um 0,8 Prozent gesteigert werden.

Der absolute Treibstoffverbrauch im Konzern erhöhte sich im Berichtsjahr 2014 geringfügig um 0,7 Prozent bei einer deutlicheren Steigerung der Transportleistung um 1,9 Prozent, sodass der Trend zur Entkopplung von Transportleistung und Treibstoffverbrauch ebenfalls fortgeführt werden konnte.

Sparsame Flugzeuge für Kurz- und Langstrecke

Mit der Investition in neue, besonders effiziente und geräuscharme Flugzeuge ist die weitere Absenkung des spezifischen Treibstoffverbrauchs absehbar.

Gerade hat Lufthansa die letzte von 19 bestellten Boeing 747–8 in Dienst gestellt. Der jüngste Jumbo mit dem Kennzeichen D-ABYU war am 1. Mai aus Everett in Frankfurt eingetroffen. Die neue Jumbo-Generation ist 15 Prozent treibstoffeffizienter als das Vorgängermodell Boeing 747–400.

Auch die Teilflotte Airbus A380 ist seit April mit Übernahme des 14. Flugzeugs komplett. Im nächsten Jahr nimmt Konzerntochter Swiss den Austausch ihrer Avro-Flotte in Angriff. Die “Jumbolinos” werden durch deutlich verbrauchsärmere Bomberdier CS100 ersetzt.

Bis zum Jahr 2025 erhält Lufthansa 272 neue Flugzeuge im Listenwert von 38 Milliarden Euro. Alleine in diesem Jahr werden 17 neue Flugzeuge an den Konzern ausgeliefert.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | aero.de

2015-05-05

>> Lufthansa schließt Aufbau der 747-8-Flotte ab

NewspictureFRANKFURT - Nach der Auslieferung ihrer 14. und vorerst letzten A380 D-AIMN am 10. April ist jetzt auch die Boeing 747-8-Teilflotte der Lufthansa mit der D-ABYU und 19 Flugzeugen komplett. "Die Yankee Uniform ist planmäßig am 1. Mai in Frankfurt angekommen", sagte Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow aero.de.

Seinen ersten Einsatz werde das Flugzeug nach Restausrüstung voraussichtlich am 21. Mai haben. Mit “Restausrüstung” dürfte auch der nachträgliche Einbau von Economy-Sitzreihen gemeint sein - durch die Einführung der Premium Economy hatte Lufthansa einige Standardsitze auf Lager.

Ihre vorletzte 747–8 “Yankee Tango” holte Lufthansa erst vor wenigen Wochen in einer Retro-Sonderlackierung bei Boeing in Everett ab.

Die Auslieferung der “Yankee Uniform” fand nun am 30. April an der Endlinie nahe Seattle statt, sagte Jachnow. Vermutlich war es das letzte Mal, dass Lufthansa eine Überführungscrew für die Abholung einer fabrikneuen 747 zu Boeing schickte.

Wie kein anderes Flugzeug ist der Jumbojet untrennbar mit der Geschichte der Lufthansa verbunden. Vor mehr als 45 Jahre, im März 1970, flog die erste 747–100 als D-ABYA beim europäischen Erstkunden in Frankfurt ein.

Beim Programmstart der aktuellen Jumbo-Generation war Lufthansa 2006 Erstkunde für die Passagierversion und erhielt die Flugzeuge ab 2012. Die erste 747–8 durfte mit der historischen Kennung “Yankee Alpha” in die Welt starten. Über die Jahre erteilte Lufthansa Aufträge für 75 747 an Boeing.

Diese Programmtreue würdigte der Hersteller im Sommer 2014 mit der Auslieferung eines ganz besonderen Flugzeugs: Die 1.500ste 747 fliegt als D-ABYP für Lufthansa. Die 747–8 wird die Tradition in Frankfurt noch viele Jahre fortführen - 2020 blickt Lufthansa auf 50 Jahre Jumbobetrieb zurück.

© www.aero.de

2015-04-28

>> Korean Aerospace baut Sharklets für A330neo

NewspictureTOULOUSE - Die nächste Generation des Airbus A330 wird "Sharklets" von Korean Aerospace verwenden. Der koreanische Zulieferer produziert bereits die Flügelspitzenverlängerungen für die A320 und A320neo.

Die Techniktochter der Korean Air Group, die Korean Air Aerospace Division (KAL-ASD), sei von Airbus ausgewählt worden, die künftigen Sharklets für die A330neo zu liefern, teilte Airbus am Donnerstag mit.

KAL-ASD stelle die “Sharklets” (Airbus bezeichnet Winglets mit diesem eigenen Marketingbegriff) in Busan her und liefere diese an die A330neo-Endmontagelinie in Toulouse. Die Sharklets und eine ebenfalls von KAL-SAD gelieferte Flügelspitzenverlängerung erhöhen die Spannweite der A330neo von 60,3 Meter auf dann 64 Meter.

Die Sharklets optimieren die Strömung an den Flügelspitzen, in dem sie dort entstehende Luftwirbel vermindern, was wiederum den induzierten Widerstand und den Treibstoffverbrauch senkt. Außerdem wird der Auftrieb erhöht.

Zusammen mit den neuesten Trent–7000-Triebwerken der A330neo verspricht Airbus gegenüber der heutigen A330ceo Verbrauchsverbesserungen pro Sitz in Höhe von 14 Prozent. Außerdem wächst die Reichweite um bis zu 740 Kilometer. Die erste A330neo soll noch vor Jahresende 2017 ausgeliefert werden.

KAL-ASD beliefert Airbus seit über 25 Jahren. Die Koreaner, sie produzieren auch für Boeing und andere Hersteller, bauen für Airbus die Sharklets der A320-Familie und der A320neo-Familie. Für die A330 stellen die Koreaner bereits Rumpf- und Fußbodenpanele her. Auch die Verbundwerkstoff-Frachtraumtüren der A350 kommen aus Busan in Korea.

© www.aero.de | FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2015-04-09

>> Expansion im Wartungsbereich - EFW "checken" A380 von Air France

NewspictureDRESDEN - Die sächsische Airbus-Tochter Elbe Flugzeugwerke (EFW) in Dresden hat nach dem erfolgreichen Nachrüsten von einem Dutzend A380 mit neuen Flügelrippen einen weiteren A380-Auftrag erhalten: Air France lässt ab September an der Elbe vier ihrer Flugzeuge überholen.

Ein Vertrag mit Air France sei bereits unterzeichnet worden, bestätigte EFW-Unternehmenssprecher Christopher Profitlich auf Anfrage der FLUG REVUE. Ab September 2015 erhielten zunächst vier Airbus A380–800 von Air France “3C”-Sechsjahreschecks.

Für diese Arbeiten werde die Halle 285 in Dresden eigens verlängert, um das komplette Heck des Flugzeugs künftig klimatisiert zu umschließen. Bisher waren die A380-Hecks während der Arbeiten am Flügel in einem mobilen Anbau lediglich vor Wetter und Windlasten geschützt worden weil nur Bug, mittlerer Rumpf und Flügel in den klimatisierten Hallenbereich passten.

Rund 170 Mitarbeiter in Dresden werden für die neuen A380-Wartungsaufgaben qualifiziert und eingesetzt. Die Elbe Flugzeugwerke hatten Ende März mit ihrer zwölften A380 ihre sogenannten “Rib-Boom”-Flügelmodifikationen am größten Passagierflugzeug der Welt erfolgreich abgeschlossen. Darunter waren neun Emirates-Flugzeuge und drei von Air France. Jüngere Flugzeuge und neu produzierte A380 benötigen diese Modifikationen nicht mehr.

Air France hatte sich entschieden, neben den im Rahmen der Airbus-Gewährleistung durchgeführten Flügelmodifikationen in Dresden gleichzeitig auch noch “Service Bulletins” in ihrem eigenen Auftrag an den Flugzeugen durchführen zu lassen. Jetzt erweiterten die Franzosen diesen Auftrag auf komplette Sechs-Jahres-Checks an mindestens vier ihrer Flugzeuge.

EFW, wo schon A320, A330 und A340 wartungstechnisch betreut werden, sucht bereits weitere Kunden für den neuen A380-MRO-Zweig.

Das direkt zu Airbus gehörende Unternehmen EFW hat rund 1.100 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2013 mehr als 208 Millionen Euro Umsatz. Geschäftsführer ist Dr. Andreas Sperl. Im Bereich der Leichtbaukomponenten entwickelt und produziert EFW, ein Herstellbetrieb für Luftfahrtgeräte nach EASA Part 21G, faserverstärkte, ebene Sandwich-Paneele für Struktur und Innenraum aller Airbus-Modelle.

Die Produktpalette reicht von Fußbodenplatten über Deckenpaneele und Frachtraumverkleidungen bis hin zu schussfesten Cockpittüren – insgesamt rund 50.000 verschiedene Aufbauten und Formen. Monatlich werden rund 30.000 Elemente gefertigt und an die Airbus-Montagelinien geliefert.

Sowohl für das A380- als auch für das A350-Programm von Airbus konstruiert und fertigt EFW die Gesamtsysteme Frachtraumverkleidung und Fußbodenplatten. Mit der Entwicklung von Fußbodenplatten für die neue Straßenbahngeneration von Bombardier Transportation sowie die Entwicklung und Produktion von Wänden für Kreuzfahrtschiffe erweitert EFW sein Spektrum über den Luftfahrtsektor hinaus.

Die EFW-Sparte “Umrüstung von Passagierflugzeugen in Frachtflugzeuge” baute bisher über 190 Flugzeuge für 39 Kunden um. Neben umfangreichen Wartungspaketen der verschiedenen Wartungskategorien führt EFW sowohl Strukturmodifikationen und -reparaturen als auch Kabinen-, Cockpit- und Avionikmodifikationen durch.

Zudem gilt EFW als Spezialist für militärische Modifikationen des Airbus A310 und ist ein zugelassener Reparaturbetrieb für Airbus-Flugzeugkomponenten.

Die Engineering-Abteilung von EFW ist eine europäisch zertifizierte Entwicklungsorganisation (EASA Part 21J), die an der Erweiterung des gesamten Produktspektrums von EFW beteiligt ist. Außerdem werden externe Engineering-Dienstleistungen in den Bereichen Flugzeugzertifizierung, Sicherheit, Anwendung europäischer Vorschriften, Organisationszulassung und Flugzeugentwicklung angeboten.

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2015-03-24

>> Airbus und Boeing treffen sich in der Mitte

NewspictureTOULOUSE - Die Kinder A380, A350, 787 und 747-8 sind flügge. Bald haben Airbus und Boeing wieder mehr Zeit für MOM. In der Mitte des Markts (middle of market - MOM) wittert Boeing das nächste große Ding und denkt sogar an ein neues Flugzeug. Vorher wird es Brückenlösungen geben.

“Die A321LR basiert auf der NEO und profitiert von deren Wirtschaftlichkeit, insbesondere von ihrem 20 Prozent geringeren Treibstoffverbrauch im Vergleich zur A321ceo”, sagte Airbus-Sprecherin Marie Caujolle aero.de.

Vergleichbares spielt Boeing an der Blaupause 737–8ERX durch. Als technische Basis soll dem angedachten kleinen Transatlantiker aus Renton die 737 MAX 8 dienen, da die größere 737 MAX 9 vom Gewicht her bereits ausgereizt sei.

“Es ist schwer, die A321LR mit einem hypothetischen Flugzeug zu vergleichen”, sagte Caujolle. Jedenfalls falle die A321neo 35 Sitze größer aus als die 737 MAX 8 und verbrauche pro Sitz 15 Prozent weniger Treibstoff.

Airbus sagt der A321LR ein Absatzpotenzial von 1.000 Einheiten voraus. Noch mehr Nachfrage vermutet Boeing in einem neuen Flugzeug, dass in der Mitte des Markts einen goldenen Schnitt bei 220 bis 250 Sitzen und 5.000 NM Reichweite herstellt.

“Die Kunden fragen ein größeres Flugzeug als die 757 mit 25 Prozent mehr Reichweite nach”, ließ sich Boeing Marketing-Frontmann Randy Tinseth vergangene Woche auf der Flugzeugkäufer-Konferenz ISTAT zumindest ein wenig in die Karten blicken. Boeing beschäftige sich mit der Lücke zwischen 737 MAX 9 und 787–8.

Als möglicher Starttermin eines MOM-Projekts kursiert im Boeing-Umfeld das Jahr 2018. Ein auf 250 Sitze gestreckter Airbus A321neo mit modelleigenen Triebwerken und Tragflächen wäre eine denkbare Antwort aus Toulouse.

© aero.de

2015-03-10

>> Erste 242-Tonnen-A330 rollt in Delta-Farben aus der Halle

NewspictureTOULOUSE - Bei Airbus in Toulouse ist die erste Kunden-A330 in einer neuen Version mit erhöhter Startmasse und Reichweite fertig lackiert worden. Der Zweistrahler trägt die Farben von Delta Air Lines. Das erste Flugzeug der neuen Version wird von zwei GE CF6-80E1-Turbofans angetrieben.

Es hatte vor vier Monaten die Endmontage begonnen und war vor zwei Monaten, noch unlackiert, zum Erstflug gestartet. Die neue Variante mit 242 Tonnen maximaler Startmasse dient Airbus auch als technische Basis für die Weiterentwicklung zur künftigen A330neo.

Die jetzige A330-300 mit 242 Tonnen maximaler Startmasse kann bis zu 15 Stunden in der Luft bleiben. Während ihr Treibstoffverbrauch um bis zu zwei Prozent sinkt, steigt die Reichweite um 930 Kilometer. Dabei erreicht das Flugzeug eine hohe Einsatzzuverlässigkeit von 99,4 Prozent.

Delta Air Lines gehört zu den A330-Großkunden. Die US-Airline hat elf A330-200 und 21 gestreckte A330-300 im Bestand. Weitere 25 Airbus A330-900neo und zehn A330-300 sind bestellt. Außerdem betreibt Delta 126 Flugzeuge der A320-Familie und hat noch 45 Airbus A321 bestellt.

Dank fast baugleicher Cockpits können die fliegenden Besatzungen mit nur geringem Aufwand umgeschult werden und zwischen den Baureihen wechseln.

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2015-02-26

>> Boeing baut Flugzeugwerke aus

NewspictureEVERETT - Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing investiert in seine Infrastruktur und erweitert das Werk Everett derzeit um eine Halle zur Montage der riesigen CFK-Flügel für die 777X. Für die steigende 737-Produktion entsteht außerdem ein neues Auslieferungszentrum.

Die erst vor einem Jahr bekannt gemachte Erweiterung des Werks in Everett um das neue “777X Composite Wing Center” werde bereits mit Hochdruck gebaut, erklärte Boeing-Marketingsvorstand Randy Tinseth. Derzeit entstehe das stählerne Skelett der neuen Halle, die mit einer Fläche von 121.000 Quadratmetern der Größe von 25 amerikanischen Football-Feldern entspreche.

Die riesige Halle ensteht unmittelbar hinter den Produktionstrakten der 747, 767, 777 und 787 in Everett. Dort werden künftig die CFK-Flügel der Boeing 777X “gebacken”, wozu noch im Laufe dieses Jahres drei große Autoklaven angeliefert würden, so Tinseth.

Wegen der Größe der Flügel, die einen Transport mit dem “Dreamlifter”-Großraumfrachter ausschließt, hatte Boeing sich für einen Flügel-Produktionsstandort direkt neben der künftigen 777X-Endmontage entschieden.

Auch in Boeing Field schreite der Bau des neuen Auslieferungszentrums für die Boeing 737 voran, so Tinseth. Mit der Fertigstellung werde sich die Kapazität für Auslieferungen verdoppeln. Die Produktion der Boeing 737 steige von heute 42 im Monat auf 47 im Jahr 2017 und 52 pro Monat im Jahr 2018.

Im alleinigen 737-Endmontagewerk Renton beginne der Bau der ersten Boeing 737 MAX noch in diesem Jahr. Die jetzigen Investionen in die Infrastruktur seien ein Schlüssel für den zukünftigen Erfolg von Boeing, so der Marketingvorstand.

© www.aero.de | FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2015-02-15

>> American stellt Kabine der Boeing 787 vor

NewspictureDALLAS - American Airlines wird im Mai den Inlandsflugbetrieb mit der Boeing 787 aufnehmen. Internationale Ziele folgen im Juni. American stattet ihre Boeing 787-8 mit einer Zwei-Klassen-Auslegung aus. In der Business-Class gibt es 28 zu einer Liegefläche umwandelbare Sitze in einer 1-2-1-Konfiguration.

Damit jeder Passagier direkten Zugang zum Gang hat sind die Sitze jeweils nach vorne und nach hinten ausgerichtet. Sie verfügen über einen 39 Zentimeter großen Touchscreen. Die Hauptkabine bietet 198 Sitze im 3–3–3-Layout.

Die ersten 48 Plätze sind der “Main Cabin Extra” vorbehalten, die einen um 15 Zentimeter größeren Sitzabstand aufweist. Das Flugzeug ist mit WiFi ausgestattet.

American hat 42 Boeing 787 bestellt. Der Liniendienst beginnt am 7. Mai zwischen Dallas/Fort Worth und Chicago O’Hare. Die erste internationale Route folgt am 2. Juni von Dallas/Fort Worth zum Beijing Capital International Airport. Ab dem 4. Juni geht es zudem von Dallas nach Buenos Aires.

AA übernimmt ersten eigenen E-Jet

American Airlines erhielt ihren ersten Dreamliner am 23. Januar. Wenige Tage später nahm die Fluggesellschaft ein weiteres neues Muster in ihre Flotte auf.

Am 11. Februar übergab Embraer in Sao José dos Campos den ersten von 60 E175 an American Airlines. Obwohl bereits einige Embraer E175 von Drittfirmen unter der American-Marke fliegen ist das nun ausgelieferte Flugzeug der erste direkt vom American-Airlines-Konzern bestellte E-Jet.

Das Unternehmen hatte im Dezember 2013 insgesamt 60 Exemplare gekauft und hält Optionen für 90 weitere E175. Die ersten 20 Stück werden von Compass Airlines, einer Tochterfirma von TransStates Holdings, unter der Marke American Eagle betrieben.

Sie verfügen über eine Kabine mit zwölf Sitzen in der ersten Klasse, 20 Plätze in der so genannten Main-Cabin-Extra-Klasse und 44 normale Plätze.

© FLUG REVUE - Patrick Hoeveler | Abb.: American Airlines

2015-01-28

>> Mitsubishi montiert Prototypen

NewspictureMRJ-Flotte macht Fortschritte

KOMAKI - Während Mitsubishi den ersten Prototyp des MRJ90 weiter für den Erstflug vorbereitet machen die drei weiteren Maschinen Fortschritte in der Endmontage in Komaki. Im Nagoya-Komaki-Werk von Mitsubishi Heavy Industries befinden sich die weiteren Testflugzeuge des MRJ90 weiter in der Endmontage.

Beim zweiten Prototyp haben die Japaner bereits Rumpf und Tragflächen zusammengefügt und das Fahrwerk angebaut.

Bei der dritten Maschine steht die Installation des Flügels kurz bevor. Beim Rumpf des vierten MRJ ist die als nächstes die Lackierung auf dem Plan.

Der erste Prototyp hatte am 13. Januar die ersten Triebwerksläufe des PW1217G-Getriebefans von Pratt & Whitney absolviert und soll im zweiten Quartal dieses Jahres zum Erstflug starten.

© www.aero.de | FLUG REVUE - Patrick Hoeveler

2015-01-13

>> Airbus verbessert Erfolgsmodell

NewspictureErste A330 mit 242 Tonnen Startmasse hebt ab

TOULOUSE - Am Montag ist in Toulouse die neueste Version des Airbus-Kassenschlagers A330 zum Erstflug gestartet. Die neue A330-300-Variante mit 242 Tonnen Startmasse wird im zweiten Quartal an Delta Air Lines ausgeliefert. Auch von der kürzeren A330-200 wird eine 242-Tonnen-Version abgeleitet.

An Bord der noch unlackierten F-WWYY mit der Werknummer MSN1628 war eine Testbesatzung von fünf Personen: Captain Thierry Bourges und First Officer Jean-Louis Rabilloud, die "Flight Test Engineers" Joan Andre und Gert Wunderlich und "Test Flight Engineer" Alain Pourchet. Letzerer sitzt beim Flug im Cockpit, während seine Kollegen in der Kabine an den Messkonsolen Platz nehmen.

Die Flugtestkampagne der neuen Variante, die bisher schwerste A330-Version, wird etwa 15 Flugstunden umfassen. Sie soll aerodynamische Detailverbesserungen und Leistungsverbesserungen validieren.

Die erste A330-300 mit erhöhter Startmasse soll im zweiten Quartal an Delta Air Lines ausgeliefert werden. Anfang 2016 will Airbus auch das erste Flugzeug auf Basis der A330-200 ausliefern, dessen Startmasse auf 242 Tonnen erhöht wurde.

Elf Kunden, darunter Delta Air Lines und SAS, haben die seit November 2012 angebotene Version bereits bestellt. Aus ihr soll später auch die künftige Generation A330neo mit neuesten Trent-7000-Triebwerken von Rolls-Royce hervorgehen.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2014-12-18

>> Vermutlich letzte Boeing 777-200LR ausgeliefert

NewspictureEVERETT - Der US-Flugzeugbauer Boeing hat in Everett die vermutlich letzte Boeing 777-200LR ausgeliefert. Zwar kann die Ultralangstreckenversion weiterhin neu bestellt werden, alle 59 bislang bestellten Flugzeuge sind nun aber übergeben worden. Die maximale Reichweite der 777-200LR beträgt 17395 Kilometern.

Das jetzt übergebene, 59. und bisher letzte bestellte Flugzeug der Ultralangstreckenversion gehört zur der Salonausführung "Boeing Business Jet" mit der Registrierung 3C-MAB und trägt die Werknummer 1258. Es ist für die Regierungsstaffel von Äquatorial-Guinea bestimmt.

Die Boeing 777-200LR, das Kürzel "LR" steht für "Longer Range"(mehr Reichweite), ist technisch eng mit dem Boeing-Erfolgsmodell 777-300ER verwandt und nutzt die gleichen Triebwerke und den gleichen Flügel. Der Listenpreis einer neuen 777-200LR liegt aktuell bei 305 Millionen Dollar.

Dank ihres kürzeren Rumpfs schafft die 777-200LR mit drei optionalen Zusatztanks die extreme Reichweite von 17395 Kilometern. Durch den in der Vergangenheit sehr hohen Ölpreis waren Ultralangstreckenflüge, das Spezialgebiet der 777-200LR, vielen Airlines zu teuer geworden. Eine technische Schwester der 777-200LR, die Frachtversion 777 Freighter, wird aber weiterhin, wie natürlich auch die 777-300ER, in Everett produziert.

© www.flugrevue.de/Sebastian Steinke, aero.de

2014-12-12

>> Airbus: 2030 noch 200 A340 im Einsatz

NewspictureDie ursprüngliche Lebensdauer der A340-200 und A340-300 hatte Airbus einst mit 80.000 Flugstunden und 20.000 Flugzyklen (Druckkabinenzyklen) angesetzt. Im Dezember 2009 hatte der Hersteller diesen Wert bereits auf 100.000 Flugstunden erhöht. Im Rahmen des optionalen "Extended Service Goal" lässt sich die A340-200 nun sogar auf 134.000 Flugstunden und 25.000 Flugzyklen bringen, die längere A340-300 kommt sogar auf 156.000 Flugstunden und 31.000 Flugzyklen.

Airbus rechnet im Jahr 2030 noch mit einem weltweiten Betriebsbestand von über 200 Flugzeugen der A340-Reihe, wobei hier auch die A340-500 und A340-600 mitgezählt werden.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | 10.12.2014

2014-11-26

>> Endmontage der ersten 787-9 in Charleston hat begonnen

NewspictureIm Boeing-Werk in Charleston hat die Endmontage der ersten Boeing 787-9 Dreamliner begonnen, wie der US-Flugzeughersteller Boeing in einer Aussendung mitteilte.

Aktuell liegt die Produktionsrate hier bei drei Maschinen pro Monat, bis zum Jahr 2016 sollen fünf Einheiten pro Monat gefertigt werden.

© austrianwings.info

2014-11-12

>> Dreamliner-Prototyp kommt ins Museum

NewspictureSEATTLE - Boeing hat dem "Museum of Flight" in Seattle einen der 787-8-Prototypen als Ausstellungsstück gestiftet. Der Dreamliner mit dem internen Kürzel ZA003 hatte einst bei der Zulassung des revolutionären Zweistrahlers aus Verbundwerkstoff geholfen. Das Flugzeug ist der dritte gebaute Prototyp.

Der Dreamliner mit der Registrierung N787BX wurde am Sonntag am Stadtflughafen Boeing Field in Seattle feierlich an das Museum of Flight übergeben. "Wir unterstützen und fördern die Gemeinden, in denen unsere Boeing-Mitarbeiter arbeiten und leben", sagte der Boeing-Vorstandschef für die Zivilflugsparte, Ray Conner. "Wenn wir dieses Flugzeug genau hier ausstellen, haben es die Boeing-Mitarbeiter und ihre Familien direkt vor Augen. Das wird hoffentlich das Entstehen einer neuen Generation von Luftfahrtfans hier im Bundesstaat Washington inspirieren."

Die dritte 787-8, ZA003, war am Erpobungs- und Zulassungsprogramm beteiligt und absolvierte mehrere Weltumrundungen, bei denen über 68000 Besucher in 23 Staaten an Bord waren, darunter die FLUG REVUE. Boeing will künftig noch zwei weitere, derzeit eingelagerte, 787-Prototypen an Museen abgeben.

Die neue Boeing-Zweistrahlerfamilie 787 nutzt erstmals mehrheitlich CFK-Verbundwerkstoff als Werkstoff für Rumpf und Flügel. Die Systemarchitektur ist weitgehend auf elektrische Systeme, statt auf klassische Zapfluftanlagen, ausgelegt. In Verbindung mit Triebwerken der neuesten Generation spart die 787 gegenüber ihrem Vorgänger Boeing 767 zweistellige Prozentwerte beim Kerosinverbrauch.

Zeitgleich mit den technologischen Änderungen und den neuen Abläufen in der Produktion hatte Boeing auch die Zuliefererstruktur bei der 787 neu ausgerichtet und wesentliche Zulieferungen von auswärtigen Partnern beisteuern lassen. Dies führte anfangs zu erheblichen Verzögerungen und Mehrkosten beim in Everett und Charleston endmontierten Dreamliner.

Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt und die 787 wurde mit der, nach der Überwindung von Kinderkrankheiten, leistungsmäßig wesentlich verbesserten Boeing 787-9 und der nochmals gestreckten Boeing 787-10 zur Familie ausgebaut. Der Dreamliner gilt mit aktuell 1054 Verkäufen bereits als großer Erfolg am Markt. Das sehr wirtschaftliche Flugzeug für mittlere Kapazität ermöglicht die Bedienung neuer Langstrecken im Nonstopflug.

Airbus setzt der Boeing 787 mit der A350 eine eigene Familie entgegen und hat außerdem die ältere A330 zur A330neo modernisiert. Beide Hersteller rückten jedoch von den jeweils kleinsten Familienmitgliedern Boeing 787-3 und Airbus A350-800 nachträglich wieder ab.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke, aero.de

2014-10-29

>> Neue Forschungslabore für schnellere Entwicklung

NewspictureHAMBURG - Um die schwierige Phase vom Geistesblitz zu dessen Umsetzung schneller zu überbrücken, hat Airbus in Hamburg zwei neue Zentren für die Umsetzung von Konzepten eröffnet: ProtoSpace und Rapid Architecture Lab sollen den Forscherteams künftig die schnellere Umsetzung und Bewertung ihrer Ideen ermöglichen.

Die 400 Quadratmeter große Einrichtung ProtoSpace diene der Entwicklung von Konzepten, die dort reifen und in reale Prototypen umgesetzt werden könnten, teilte Airbus mit. Mitarbeiter aus allen Bereichen könnten die Einrichtung nutzen, um dort ohne Zeitverzug zu prüfen, ob sich die Umsetzung ihrer neuen Konzepte auch praktisch lohnen würde.

Das neue Zentrum in Hamburg, es gibt in Toulouse, Bangalore und Filton bereits vergleichbare Einrichtungen, besteht aus Arbeitsgruppenräumen und verfügt über die entsprechende Rechnerinfrastruktur. Für die praktische Umsetzung stehen auch Werkstätten und 3D-Drucker bereit.

Als Beispiel für die Arbeit zeigte Airbus Tests einer Arbeitsgruppe, die eine ausfahrbare, neue Rollkamera mit Rundumblick für die Rumpfunterseite der A380 entwickelt hat. Deren 360-Grad-Bilder könnten auf Tabletcomputer oder Virtual-Reality-Brillen ins Cockpit übertragen werden.

Erstmals in Hambug hat Airbus außerdem ein ergänzendes Rapid Architecture Lab (RAL) eingerichtet. Es kann mehrere Arbeitsgruppen parallel betreuen und soll möglichst schnell Produktinnovationen und Designkonzepte für die Kabinen entwickeln und testen. Jeweils binnen 100 Tagen soll hier die Machbarkeit neuer Konzepte überprüft werden.

Dabei helfen virtuelle Realität und reale Modelle, die hier auch in Zusammenarbeit mit den Kunden getestet werden können. Dadurch will Airbus die Entscheidungsprozesse beschleunigen.

Ein Beispiel sei die neue "Space-Flex"-Kabine der Standardrumpfflugzeuge, die im hinteren Bereich durch die Optimierung von Küchen- und Toilettenraumflächen Platz für zusätzliche Sitze gewinnt. Deren Entwicklung habe knapp drei Monate kürzer gedauert, als nach den früheren Verfahren.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2014-10-10

>> Boeing erwartet Verdopplung des Cargo-Markts

NewspictureSEOUL - Boeing prognostiziert für die nächsten 20 Jahre eine jährliche Wachstumsrate des weltweiten Luftfrachtmarkts von 4,7 Prozent. Auf dem International Air Cargo Forum in Seoul hat das Unternehmen die neueste Ausgabe des alle zwei Jahre erscheinenden World Air Cargo Forecast vorgestellt.

Aufgrund des prognostizierten Wachstums von jährlich 4,7 Prozent sagt Boeing einen Bedarf von 840 neuen Frachtflugzeugen von 2014 bis 2033 voraus. Der Gesamtwert liegt bei 240 Milliarden Dollar. Mit 590 Maschinen entfällt der Großteil der Frachter auf die Klasse über 80 Tonnen.

Hinzu kommen 1.330 zu Frachtern umgerüstete Passagierflugzeuge. Mehr als 52 Prozent der neuen Cargo-Jets sollen dem Ersatz älterer Muster dienen. In der letzten Ausgabe des World Air Cargo Forecasts von 2012 ging Boeing noch von einer Wachstumsrate von 5,0 Prozent und einem Bedarf von 850 neuen Frachter aus.

Laut Boeing begann der Cargo-Markt im zweiten Quartal 2013 wieder zu wachsen und erreichte in den ersten sieben Monaten diesen Jahres eine Rate von 4,4 Prozent. Sollte dieser Trend anhalten wäre 2014 das Wachstums-stärkste Jahr seit 2010.

“Wir sehen starke Zeichen einer Erholung, da das Niveau des Frachtverkehrs nach mehreren Jahren der Stagnation weiter stärker wird. Der Luftfrachtmarkt wächst nun fast mit den langfristigen Raten”, sagt Randy Tinseth, Vice President of Marketing, Boeing Commercial Airplanes.

In der neuen Vorhersage bleiben die Verbindungen von Asien-Nordamerika und Europa-Asien die dominanten Märkte mit dem größten Aufkommen. Als die Märkte mit den höchsten Wachstumsraten in den kommenden 20 Jahren hat das Unternehmen den Verkehr innerhalb Asiens, innerhalb von China und Asien-Nordamerika identifiziert.

© FLUG REVUE - Patrick Hoeveler | 09.10.2014 08:16

2014-09-24

>> Roll-out des MRJ am 18. Oktober

NewspictureTOKIO - Mitsubishi wird seinen MRJ-Regionaljet am 18. Oktober 2014 in Komaki bei Nagoya der Öffentlichkeit vorstellen. Seit geraumer Zeit ist der erste Prototyp des MRJ90 äußerlich fertig. Nun will Mitsubishi am 18. Oktober in Komaki bei Nagoya ab 14 Uhr Ortszeit das Roll-out des neuen Regionaljets feiern.

Die Endmontage hatte im Oktober 2013 begonnen. Der Erstflug bleibt weiter auf das zweite Quartal 2015 terminiert. Die Indienststellung soll im zweiten Quartal 2017 erfolgen, fast drei Jahre später als ursprünglich zu Beginn des Programms geplant.

Nach der Entscheidung von Japan Air Lines für den MRJ90 beträgt die Zahl der bestellten MRJ einschließlich Optionen 357 Flugzeuge.

© FLUG REVUE - Patrick Hoeveler | 22.09.2014 08:17

2014-09-04

>> United übernimmt ihre erste Boeing 787-9

NewspictureHOUSTON - United Airlines hat am Donnerstag in Seattle ihren ersten Dreamliner der gestreckten Version Boeing 787-9 übernommen, das erste von 26 bestellten Flugzeugen der verlängerten Ausführung. Als erste nordamerikanische Airline betreibe United damit beide Varianten der 787, teilte Boeing bei der Auslieferung mit.

Die Linieneinsätze nehme das Flugzeug nach letzten, unternehmensspezifischen Vorbereitungsarbeiten und Software-Updates in Houston im Verlauf des Monats September mit Inlandsflügen auf. Angekündigt ist für die 787-9 ab Ende Oktober auch schon die weltweit längste Dreamliner-Route von Los Angeles nach Melbourne.

"Die 787-9 baut auf der Kraftstoffeffizienz des Dreamliners auf und gibt uns noch mehr Flexibilität und Reichweite", sagte United-Flottenvorstand Ron Baur. "Letztes Jahr haben unsere Kunden der 787 die höchste Zufriedenheitsbewertung in der gesamten Flotte gegeben, wir wissen, wie sehr die Leute nun auch die 787-9 mögen werden."

Die um sechs Meter verlängerte 787-9 kann bei United 252 Passagiere befördern: 48 in der Business Class und 204 in der Economy Class, davon 88 in der Economy Plus Class. Die Kabine ist mit einem drahtlosen WiFi-Netzwerk ausgestattet. United betreibt 11 Boeing 787 und hat weitere 54 Dreamliner bestellt, darunter auch die doppelt gestreckte Boeing 787-10.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | 04.09.2014

2014-08-27

>> Airbus A320neo beginnt Triebwerksstandläufe

NewspictureTOULOUSE - Am Dienstag hat der erste Airbus A320neo in Toulouse Bodentests seiner Triebwerke begonnen. Damit fängt für das Flugzeug die heiße Vorbereitungsphase zum Erstflug im September an.

Das Flugzeug mit der Werknummer NSN6101 soll im September zum Erstflug starten. Davor werden noch Bodentests und Rolltests absolviert.

Die neue A320-Generation "neo" soll 15 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen, als ihre Vorgänger. Die Indienststellung ist für das Jahresende 2015 vorgesehen. Airbus hat die jüngsten Triebwerkstestläufe noch nicht bestätigt.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | 27.08.2014 08:13

2014-08-25

>> Goldener Monat Juli für Airbus und Boeing

NewspictureTOULOUSE - Die Farnborough Airshow hat Airbus und Boeing im Juli zusätzlichen Schub gegeben. Beide Hersteller dürften auch in diesem Jahr locker einen vierstelligen Auftragseingang erreichen. Airbus tütete in Farnborough 130 neue Festaufträge ein und hat jetzt 980 im laufenden Jahr verkaufte Flugzeuge im Orderbuch stehen.

British Airways und All Nippon Airways bestellten 20 beziehungsweise 30 Flugzeuge aus dem Programm A320neo, das einen Monat vor dem geplanten Jungfernflug des ersten Prototypen über 3.250 Festbestellungen hat.

Im Juli buchte Airbus aber auch sechs A380 von Skymark Airlines aus, nachdem die japanische Airline offenbar keine Finanzierung für die ersten Flugzeuge vorlegen konnte.

Zwei bereits für Skymark gebaute A380 werden eventuell von British Airways übernommen, heißt es in Luftfahrtkreisen. British Airways will dies weder bestätigen noch dementieren. “Wir kommentieren keine Marktgerüchte”, sagte ein Sprecher der Airline auf Nachfrage von aero.de.

Für den Zeitraum Januar bis Juli weist Airbus 275 Auftragsstornierungen aus. Nicht alle Aufträge seien aber zurückgezogen, betont der Hersteller - 69 Mal seien A320ceo auf die neue Version A320neo umgeschrieben worden.

Die 121 Vorbestellungen für die in Farnborough angekündigten A330-Neuauflagen A330–800neo und A330–900neo hat Airbus noch nicht als verbindliche Aufträge gebucht.

Allein AirAsia X will 50 A330neo bestellen. Die Flugzeuge werden ab Ende 2017 mit dem neuen Trent 7000-Antrieb von Rolls-Royce zur Verfügung stehen.

Ein weiterer A330neo-Erstkunde, die Air Lease Corporation (ALC), begründete ihre Entscheidung für das Flugzeug unter anderem mit einem “deutlichen Preisabstand” der modernisierten A330 zu den Alternativen im Segment zweistrahliger Interkontjets.

Rekordmonat stärkt Boeings Selbstbewusstsein

Boeing beansprucht mit 273 im laufenden Jahr gebuchten Aufträgen derzeit die Marktführerschaft bei Langstreckenjets für sich. In dieser Zahl sind 150 von Emirates bestellte 777X enthalten.

Airbus habe in seinen Langstreckenserien nach Abzug von Stornierungen im laufenden Jahr hingegen netto 27 Aufträge verloren, stichelte Boeing Marketing-Chef Randy Tinseth vergangene Woche in seinem Blog. Airbus musste kürzlich 70 A350 ausbuchen, die Emirates abbestellt hatte.

Boeing steht aktuell bei 877 Flugzeugverkäufen 2014. Nach Abzug stornierter Aufträge bleiben den Amerikanern immer noch 823 Bestellungen. “Wir haben im Juli 324 Aufträge eingebucht - die größte Zahl, die Boeing jemals in einem Kalendermonat erreicht hat”, sagte Tinseth.

Boeing ging mit 649 Aufträgen in die Farnborough Airshow und warb auf der Messe zahlreiche Neuaufträge für die 737MAX ein. Unter anderem bestellten Monarch Airlines und Okay Airways die 737MAX–8, für die Boeing in Farnborough eine neue Version 200 Sitzen vorstellte.

Ende Juli unterschrieb All Nippon Airways noch für 14 zusätzliche 787–9, sechs 777–300ER und 20 777–9X in einem Listengesamtwert von 13 Milliarden US Dollar.

Produktion brummt

Bei den diesjährigen Auslieferungen lag Boeing bis Ende Juli mit glatt 400 übergebenen Flugzeugen vor Airbus. Unter den 58 im Juli ausgelieferten Boeing-Jets war auch die 500ste 777–300ER, die inzwischen bei Emirates fliegt.

Bei Airbus gingen in den vergangenen sieben Monaten 352 Flieger vom Hof. Im Juli holte Emirates ihren 50. A380 in Hamburg ab.

© aero.de

2014-08-11

>> Bombardier setzt neue Struktur um

NewspictureMIRABEL - Das kanadische Unternehmen arbeitet weiter an der Umsetzung der neuen Struktur seines Luftfahrtbereichs. Der neue Bereich der Fertigung von Flugzeugkomponenten soll dabei für zusätzliche Einkünfte sorgen.

Nach der Ankündigung von einschneidenden Änderungen gab es bei der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal 2014 positive Nachrichten.

Der Umsatz des Bombardier-Konzerns stieg um 8,9 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Davon entfielen 2,5 Milliarden Dollar auf den Aerospace-Bereich (Vorjahreszeitraum: 2,3 Milliarden Dollar). Im zweiten Quartal lieferte Bombardier 62 Flugzeuge aus (zweites Quartal 2013: 57).

Die Zahl der bestellten Flugzeuge verringerte sich allerdings von 82 auf 48. Der Auftragsbestand beträgt 38,1 Milliarden Dollar.

Derweil läuft die Umsetzung der neuen, ab 23. Juli verkündeten Struktur weiter. Künftig gibt es vier Bereiche: Transportation, Business Aircraft, Commercial Aircraft und Aerostructures and Engineering Services. Sie unterstehen direkt Pierre Beaudoin, President and Chief Executive Officer, Bombardier Inc.

Der früher zwischengeschaltete Bereich Bombardier Aerospace wird aufgelöst. Der bisherige Präsident Guy Hachey musste das Unternehmen verlassen. Die neu zu schaffende Division Aerostructures and Engineering Services soll die Position des Unternehmens in diesem Bereich stärken und für zusätzliche Einnahmen sorgen. Sie konzentriert sich auf die Entwicklung von komplexen Strukturen aus Verbundwerkstoffen und metallischen Strukturen in allen Bereichen von zivilen Flugzeugen.

Als Folge der Restrukturierung sollen 1.800 “indirekte” Positionen bei Bombardier Aerospace wegfallen. Zum 1. Januar 2015 will Beaudoin die neue Struktur umsetzen.

“Die neue Organisationstruktur macht uns agiler und flexibler, um die Bedürfnisse unserer Kunden zu befriedigen, und reduziert die Kosten und erhöht unsere Fähigkeit, uns auf Wachstumsbereiche zu fokussieren. Unser starker Auftragsbestand, kombiniert mit dieser leichteren Struktur, wird uns erlauben, das volle Potenzial unserer Investitionen in neue Produkte zu realisieren”, sagte Beaudoin.

© aero.de | FLUG REVUE - Patrick Hoeveler | 06.08.2014 09:22

2014-07-30

>> ANA übernimmt erste Boeing 787-9

NewspictureEVERETT - Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) hat ihren ersten Dreamliner der gestreckten Version Boeing 787-9 übernommen. Damit habe ANA jetzt 29 Dreamliner beider Versionen im Bestand und sei der weltgrößte Betreiber, teilte Boeing am Dienstag mit.

Die erste ANA–787–9 soll ab August auf japanischen Inlandsrouten eingesetzt werden.

“Die 787 ist ein Schlüsselelement unserer Wachstumsstrategie”, sagte Osamu Shinobe, ANA-Präsident und -Vorstandschef. “Die 787–9 besitzt die außergewöhnliche Effizienz der 787–8, kann aber eine noch höhere Nachfrage befriedigen. Das ist für uns im Vorfeld der Sommer-Olympiade in Tokio 2020 besonders wichtig. Unsere Kunden mögen die moderne Kabinenausstattung der 787 und wir freuen uns, auch die neue Variante in den Bestand aufzunehmen.”

Die 787–9 ist gegenüber der 787–8 um sechs Meter verlängert. Dadurch kann sie bis zu 40 Passagiere mehr befördern. Gleichzeitig schafft die verlängerte Version durch aerodynamische Optimierungen und verbesserten Leichtbau 830 Kilometer mehr Reichweite. Dabei verbraucht sie, wie ihre kleinere Schwester, laut Boeing, grundsätzlich 20 Prozent weniger Kraftstoff als Flugzeuge gleicher Größe.

ANA hat noch 29 Boeing 787–9 fest bestellt und 14 Optionen erteilt. Insgesamt wurden bisher 409 Flugzeuge der gestreckten Version bei Boeing gerordert. Der Boeing-Dreamliner kommt auf 1031 feste Bestellungen von 60 Kunden. Davon sind 160 Flugzeuge bereits ausgeliefert worden. Die Boeing 787 wird in den Werken Everett und Charleston endmontiert.

© flugrevue.de / Sebastian Steinke | 29.07.2014 15:22

2014-07-09

>> Airbus A350 erreicht 500 Testflüge

NewspictureTOULOUSE - Die Airbus-A350-Testflotte hat die Marke von 500 Testflügen überschritten. Die mittlerweile fünf Testflugzeuge waren dabei über 2.100 Stunden in der Luft. Die A350 liege damit im Plan für ihre Zulassung im dritten Quartal, teilte Airbus am Dienstag mit.

Am dritten Juli habe die A350, MSN1, in Island auch die Seitenwindtests durchgeführt. Dabei wird geprüft, wie sich das Flugzeug bei extremen Seitenwindverhältnissen beim Starten und Landen auf der Bahn halten lässt. Außerdem wird das Fahrwerk beim schrägen Aufsetzen mit starkem Vorhaltewinkel dabei stark belastet.

Als nächste Testkapitel stünden nun die Route-Proving-Kampagne mit Streckenflügen im Stil späterer Airline-Einsätze und der “Maximum Energy Rejected-Take-Off-Test” an. Im vierten Quartal 2014 werde die erste A350–900 an den Erstbetreiber Qatar Airways übergeben.

Unterdessen bereitet Airbus den ersten A350 Full-Flight-Simulator in Toulouse auf den Ausbildungsbetrieb vor. Der Flugsimulator wird ständig mit den neuesten Flugtestdaten verfeinert und wird in diesem Sommer von den Behörden überprüft und zugelassen.

Ab dem vierten Quartal soll der Simulator bei Airbus Training den regulären Ausbildungsbetrieb aufnehmen. Der elektrisch angetriebene CAE-Series–700-Simulator wird durch zwei CAE “Advanced Pilot Training Devices” (APT+) ohne Bewegungssystem ergänzt.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke | 08.07.2014 17:03

2014-06-24

>> Virgin Atlantic erhält erste 787-9 im September

NewspictureLONDON - Virgin Atlantic nimmt ihre erste Boeing 787-9 am 28. Oktober auf der Linie von London Heathrow nach Boston in Betrieb. Auch die nächsten 787-Ziele stehen bereits fest: die weiß-roten Dreamliner fliegen nach New York, Newark und Washington D.C., teilte Virgin Atlantic zum 30. Jahrestag ihres Erstflugs mit.

Virgin Atlantic werde ihre erste von 16 bestellten 787–9 im September erhalten und der erste europäische Betreiber des gestreckten Dreamliners sein. Die mit Triebwerken von Rolls-Royce ausgestatteten Flugzeuge lösen in der Virgin Atlantic Flotte zunächst ältere Airbus A340–300 ab.

Virgin Atlantic stattet ihre 787–9 mit 264 Sitzen aus. Die komfortabelsten Abteile an Bord werden die Business Class mit 31 Sitzen und eine für 35 Passagiere bestuhlte Premium Economy Class sein.

Die Boeing 787–9 werde das Rückgrat der Virgin-Flotte bilden, sagte Virgin Atlantic Vorstandschef Craig Kreeger laut “BusinessTraveller”. “Ende 2017 werden 40 Prozent unserer Flotte 787–9 sein.” Virgin Atlantic dürfte damit zumindest einige der mit Boeing vereinbarten Optionen für acht weitere Dreamliner einlösen.

Sechs Airbus A380 hat Virgin Atlantic ebenfalls bestellt, den möglichen Lieferbeginn allerdings vor einem Jahr zunächst auf 2018 verschoben. Virgin hadert seit geraumer Zeit mit den als Jumbo-Ersatz bestellten A380 und schließt auch eine Stornierung des Auftrags nicht aus.

Erstflug am 22. Juni 1984

Am 22. Juni 1984 begann Virgin Atlantic mit einer als G-VIRG angemeldeten Boeing 747–200 auf der ersten Strecke von Gatwick nach Newark ihre Firmengeschichte. Inzwischen ist der US Airlinekonzern Delta an Virgin Atlantic beteiligt.

Boeing hat seit einer Woche die behördliche Zulassung der 787–9 in der Tasche. Das erste Flugzeug ist für Air New Zealand reserviert.

© aero.de | 23.06.2014 09:04

2014-06-11

>> UTC: CSeries wird Testflüge bald wieder aufnehmen

NewspictureCHICAGO - Der Triebwerksschaden am Bombardier CS100 Prototyp FTV1 wird das Programm voraussichtlich nicht weiter zurückwerfen. "Uns liegt eine vorläufige Ursachenanalyse vor und wir gehen davon aus, dass es wird keine größeren Auswirkungen auf den Testplan geben wird", sagte United Technologies Finanzvorstand Greg Hayes.

Am 29. Mai geriet ein PW1500G Triebwerk der United Technologies Tochter Pratt & Whitney bei Bodentest mit dem FTV1 in Brand. Ausgetretene Antriebsteile beschädigten das Flugzeug, Menschen wurden bei dem Zwischenfall aber nicht verletzt.

Hayes verriet nicht, was bei den Bodentests schief lief. Soweit die Annahmen zur Ursache korrekt seien, könne das Problem aber “schnell behoben” werden, versicherte der Manager am Donnerstag in Chicago. Der Fehler liege nicht im Untersetzungsgetriebe, dem Kernstück des neuen Triebwerks. “Es handelt sich um etwas viel banaleres.”

Nach Informationen von aero.de trat im Triebwerk Öl aus und entzündete sich. “Wir arbeiten mit Bombardier daran, die Tests in den nächsten Wochen wieder aufzunehmen”, sagte Hayes. United Technologies habe “volles Vertrauen in die Architektur des Triebwerks”.

Der Vorfall auf dem Bombardier-Gelände in Mirabel dürfte auch den deutschen Programmpartner MTU zunächst erschreckt haben. MTU stehe “bei dem Aufklärungsprozess selbstverständlich mit den entsprechenden Stellen bei unseren Partnern im Dialog”, sagte eine Unternehmenssprecherin aero.de.

Neben der CSeries wird der Getriebefan auch den Airbus A320neo, den Mitsubishi Regional Jet, die Irkut MS–21 und die Embraer E2-Serie antreiben. Bombardier ist der erste Anwender der neuen Triebwerke. Airbus wird die A320neo mit PW1100G Sets voraussichtlich im September zum Erstflug abheben lassen.

Bombardier hat die Flüge mit den seit Mai vier aktiven CSeries Prototypen nach dem Zwischenfall ausgesetzt, Bodentests mit an den drei unbeschädigten Prototypen werden aber fortgeführt. Die ersten Flugzeuge sollen in etwas mehr als einem Jahr ausgeliefert werden.

© aero.de

2014-05-28

>> Airbus kontert Boeing 777X mit modifizierter A380

NewspictureBERLIN - Emirates fordert ein neues Triebwerk für den Airbus A380. Tatsächlich dürfte Airbus den Superjumbo bald einer Frischzellenkur unterziehen. "Herausforderungen entwickeln sich und mit ihnen wird sich der A380 entwickeln", signalisierte Airbus-Chef Fabrice Brégier bei einem Medienabend in Berlin, an dem aero.de teilnahm.

Herausgefordert sieht sich Brégier in erster Linie durch die runderneuerte Boeing 777–9X, die ab 2020 den Abstand der Twins zum größten Airliner der Welt verkleinern wird. Der neue Flieger aus Seattle traf den Geschmack des A380-Großabnehmers Emirates, der im November für 150 777X unterschrieb.

“Wir können Airbus nur dazu ermutigen, Produktverbesserungen schneller anzugehen, insbesondere in Sachen Verbrauch und einer NEO”, sagte Emirates-Manager Thierry Antinori “Reuters” am Rande der ILA und stellte Airbus im Gegenzug neue A380-Aufräge in Aussicht.

Emirates ist mit 140 bestellten und 47 aktiven Superjumbos in ihrer Flotte der mit Abstand größte Kunde des A380-Programms.

Das Flugzeug wird bisher mit Triebwerken von Rolls-Royce und der von GE und Pratt & Whitney gebildeten Engine Alliance angeboten. Bei Airbus gibt es Überlegungen, das Programm künftig nur noch mit einem Triebwerkspartner fortzuführen.

“Es gibt Studien aber noch keine Entscheidung”, sagte Airbus-Sprecherin Marcella Muratore aero.de hierzu im Februar. Nach Medieninformationen haben Airbus und Emirates zuletzt mit Rolls-Royce intensiver über ein effizienteres Triebwerk für die A380 gesprochen.

Die Triebwerksfrage beschäftigt Airbus nicht nur bei der A380. Auch die A330 soll der Hersteller, geht es nach einigen Kunden, ab 2018 mit neuer Technik unter den Tragflächen auf höhere Effizienz trimmen.

© aero.de

2014-05-15

>> Airbus-Konzern gelingt Gewinnsprung dank Sondereffekten

NewspictureDie Airbus Group hat heute ihre Zahlen für das erste Quartal vorgelegt. Danach überraschte der Luftfahrtkonzern beim Gewinn. Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet.

Ein gebremster Jahresstart kann die Stimmung bei Airbus kaum trüben. Während Neubestellungen und Flugzeugproduktion lahmten, verdiente der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern im ersten Quartal unterm Strich fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Das laufende Geschäft warf wegen gestiegener Entwicklungskosten zwar weniger ab, dafür trieben Währungskurse und bessere Finanzgeschäfte den Profit nach oben, wie die Airbus Group am heutigen Dienstag in Toulouse mitteilte. Das doppelstöckige Flaggschiff A380 macht dem Vorstand zunehmend Freude, und der neue Großraumjet A350 soll wie geplant Ende 2014 in den Liniendienst gehen.

Unter dem Strich verdiente die Airbus Group von Januar bis März 439 Millionen Euro und damit 93 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Obwohl die Verkehrsflugzeugsparte mit 141 Flugzeugen drei Maschinen weniger auslieferte als im Vorjahreszeitraum, legte der Konzernumsatz um fünf Prozent auf 12,6 Milliarden Euro zu. Dazu trugen neben dem verstärkten Absatz größerer und teurerer Modelle auch Zuwächse bei der Hubschraubersparte Airbus Helicopters und der neuen Rüstungs- und Raumfahrtsparte Airbus Defence and Space (ADS) bei. Analysten hatten bei Umsatz und den Gewinnkennzahlen mit deutlich weniger gerechnet.

Höhere Entwicklungskosten spiegeln sich im Ergebnis wider

Dennoch warf das laufende Geschäft weniger Gewinn ab. Einmaleffekte herausgerechnet, ging das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Unternehmenswerte um fünf Prozent auf 700 Millionen Euro zurück. Dabei zehrten höhere Entwicklungskosten bei der Verkehrsflugzeugsparte Airbus die finanziellen Verbesserungen bei der Flugzeugproduktion auf. Während die ADS-Sparte ihren operativen Gewinn in etwa stabil hielt, verdiente der Konzern mit Hubschraubern deutlich mehr.

Unterdessen sitzt der Konzern weiter auf einem dicken Auftragspolster, das trotz rückläufiger Neuaufträge seit dem Jahreswechsel leicht auf 683 Milliarden Euro wuchs. Die Neubestellungen sprudelten von Januar bis März jedoch weitaus schwächer: Der Auftragseingang fiel mit 21,1 Milliarden Euro nicht einmal halb so hoch aus wie Anfang 2013, als die Airbus Group besonders viele Großaufträge verbuchen konnte.

Hoffnung auf weitere Bestellungen

“Wir haben keine Bedenken wegen eines Quartals mit weniger Bestellungen”, sagte Finanzchef Harald Wilhelm und zeigte sich “zuversichtlich” für die weitere Auftragsentwicklung. Neue Bestellungen erhofft er sich vor allem für die A380 und den betagteren Langstreckenjet A330. Im Gesamtjahr will Airbus mit 620 bis 630 Maschinen ähnlich viele Flugzeuge ausliefern wie im Vorjahr. Die Zahl der Bestellungen soll die Auslieferungen weiterhin übertreffen.

Für das laufende und das kommende Jahr sieht Konzernchef Thomas Enders das Unternehmen auf Kurs. So soll die Umsatzrendite bis 2015 auf sieben bis acht Prozent klettern. Im ersten Quartal lag sie bei 5,5 Prozent. Zu den Verbesserungen soll auch der weltgrößte Passagierjet A380 beitragen, bei dessen Produktion Airbus noch immer Geld drauflegt. Im kommenden Jahr solle wie geplant die Gewinnschwelle erreicht werden, sagte Wilhelm. Im ersten Quartal habe es bereits erhebliche Verbesserungen gegeben.

Zulassung für A350 im dritten Quartal

Eine Herausforderung bleibt für Airbus der neue Großraumjet A350. Nach seinem Erstflug im Sommer 2013 soll er nun wie geplant im dritten Quartal seine Zulassung erhalten. Das erste Exemplar soll noch vor Jahresende an die Fluggesellschaft Qatar Airways ausgeliefert werden. Ebenfalls im vierten Quartal soll der Hubschrauber EC175 in Dienst gehen.

Der Konzernumbau im Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft kommt Wilhelm zufolge voran. Derzeit liefen die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. Näher wollte sich der Manager nicht dazu äußern. An der Zahl von 5800 wegfallenden Stellen hielt er fest. Allein in Deutschland soll es dabei um rund 2200 Stellen gehen. Der massive Stellenabbau im Rüstungsgeschäft trifft vor allem Bayern und Baden-Württemberg hart.

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2014-04-10

>> Lufthansa bestellt auch CFM-Triebwerke für A320neo-Flotte

NewspictureLufthansa wird ihre A320/A321neo-Flotte mit Antrieben verschiedener Hersteller ausstatten. Nachdem die Airline bereits Triebwerke bei Pratt & Whitney bestellt hat, wurden nun 80 Triebwerke bei CFM eingekauft.

40 Flugzeuge der neuen Airbus A320neo-Familie der Lufthansa werden mit „LEAP-1A“-Triebwerken des Herstellers CFM-International ausgestattet. Das teilten Airline und Hersteller jetzt mit. 15 der insgesamt 60 von Lufthansa bestellten A320neo bekommen demnach die Leap-Aggregate, genau wie 25 der insgesamt 40 bestellten A321neo.

Das ehemals als "LEAP-X" vermarktete neue CFM-Triebwerk benötigt nach Herstellerangaben im Vergleich zu herkömmlichen CFM-Triebwerken 15 Prozent weniger Kraftstoff und emittiert entsprechend weniger Kohlendioxid. Die Stickoxid-Emissionen sollen dank einer neu entwickelten Brennkammer sogar um 22 Prozent reduziert werden. Zudem halbiert sich der Lärmteppich am Boden.

Das CFM-Triebwerk steht in direkter Konkurrenz zum Getriebefan-Triebwerk Pratt & Whitney PW1000G, das auch für die A320neo-Familie angeboten und mit ähnlichen Einsparpotenzialen beworben wird. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Turbofantriebwerk ist es mit einem Untersetzungsgetriebe zwischen Niederdruckturbine und Fan ausgestattet.

Schon nach ihrer Erstbestellung über 30 A320neo im Jahr 2011 hatte Lufthansa für eine Teilflotte bei Pratt & Whitney Triebwerke bestellt. Damit wird die Lufthansa zukünftig beide der zur Verfügung stehenden Triebwerksoptionen für ihre A320/A321neo-Flotte installieren. Derzeit fliegen alle A320 der Lufthansa mit CFM56-5-Triebwerken. Die A321 werden von IAE V2530- oder V2533-Aggregaten angetrieben.

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2014-03-27

>> Airbus zögert mit neuen Triebwerken für die A330

NewspictureSAN DIEGO - Airbus hadert mit der A330neo. "Es wird viel über ein Re-Engining der A330 gesprochen - nur nicht in Toulouse", fuhr Airbus Manager Andy Shankland diese Woche in der "Seattle Times" die Erwartungen herunter. Möglicherweise werde es Airbus am Ende bei der aktuellen A330 belassen.

Einige A330-Betreiber, darunter Delta und AirAsia X, würden eine New Engine Option wohl vom Fleck weg bestellen. Dennoch hat Airbus gute Argumente, die gegen eine Entwicklung der A330neo sprechen.

Anders als die extrem erfolgreiche A320neo müsste sich eine neumotorisierte A330 an moderneren Konkurrenten - der Boeing 787 und A350 - messen lassen. Um den Nachteil höherer Betriebskosten auszugleichen, bliebe Airbus nur die Möglichkeit, den Anschaffungspreis deutlich zu senken.

Airbus schätzt die Kosten für ein Re-Engining der A330 auf etwa eine Milliarde Euro und müsste zeitgleich auf Gewinnmargen verzichten - nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen Programmstart. Teure Innovationen günstig zu verkaufen war zudem noch nie Politik der Flugzeugindustrie.

Analysten prognostizierten in dieser Woche auf der ISTAT in San Diego, dass Boeing ab 2020 monatlich 24 Zweistrahler der Programme 787, 777 und 777X ausliefern werde. Airbus dürfte bis dahin Produktionskapazitäten für monatlich 14 A350 aufgebaut haben - zur Parität mit Boeing braucht Airbus die A330.

Dadurch will sich Toulouse aber nicht in Zugzwang sehen. “Uns schwillt der Kamm, wenn wir die Worte Boeing, dominieren und Widebodies in einem Satz hören”, sagte Shankland der “Seattle Times”. Airbus prüfe alle Optionen - auch die Möglichkeit, die A330 in ihrer heutigen Form weiterzubauen.

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2014-02-06

>> Airbus A350 ist bereits auf dem Weg nach Singapur

NewspictureDOHA - Der Airbus-A350-Prototyp MSN3 ist am Dienstag von Toulouse nach Doha in Qatar gestartet, wo am neuen Flughafen Bodentests und Platzrundenflüge stattfinden. Das Flugzeug befinde sich mit seiner Doha-Visite bereits auf seinem Weg nach Singapur, teilte Airbus am Mittwoch mit.

Der Airbus-A350-Besuch auf dem neuen Hamad International Airport in Doha sei Teil der Indienststellungsvorbereitungen bei Erstkunde Qatar Airways, teilte Airbus am Mittwoch mit.

Das Flugzeug wurde von Regierungsvertretern Qatars, darunter auch Qatar-Airways-Chef Al Baker, auf dem Vorfeld begrüßt.

Außerdem fand eine kurze Flugvorführung vor den Ehrengästen statt. Am Mittwoch absolvierte das Flugzeug mehrfach Rolltests, Platzrundenflüge und Durchstartmanöver.

Qatar Airways erhält die erste Kunden-A350 im vierten Quartal. Zu Wochenbeginn wird die A350 auf der Singapore Air Show erwartet. Dort soll der Zweistrahler erstmals an Messe-Flugvorführungen am Montag und Dienstag teilnehmen, die auch im Internet übertragen werden. Bisher wurden 812 Flugzeuge der neuen Zweistrahlerfamilie von 39 Kunden bestellt.

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2014-01-21

>> Boeing testet hohe Geschwindigkeiten im Windkanal

NewspictureSEATTLE - Boeing hat Mitte Januar in Seattle Windkanaltests für die nächste 777-Generation begonnen. Neben Tests mit niedriger Geschwindigkeit im darauf spezialisierten Windkanal in Farnborough sind nun auch Messungen bei hoher Geschwindigkeit in Seattle an der Reihe. Die jüngste Testreihe habe in der zweiten Januarwoche begonnen, meldete Boeing. Sie finde im Boeing Transonic Wind Tunnel am Flughafen Boeing Field in Seattle statt.

Parallel dauerten Windkanaltests der Flugleistungen bei niedriger Geschwindigkeit bei QinetiQ im britischen Farnborough an.

“Die Hochgeschwindigkeitstests sind ein weiterer wichtiger Schritt bei der Entwicklung der 777X”, sagte Terry Beezhold, Boeing-Vorstand und Chief Project Engineer für das 777X-Programm. “Mit den gewonnenen Daten können wir unsere Rechenmodelle für die Reiseflugleistungen validieren und unsere laufende Konstruktionsarbeit unterstützen.”

Die Daten sollen, laut Boeing, die laufende Weiterentwicklung der Flugzeugkonfiguration voranbringen und die Vorhersagen der numerischen Strömungsmechanik, also das durch Software errechnete Strömungsverhalten des Flugzeugs, bestätigen. Außerdem werden die späteren Belastungen der Flugzeugstruktur vorhersagbar.

In den nächsten Jahren folgen auch noch spezielle Windkanal-Testreihen, welche die Lärmentwicklung, das Vereisungsverhalten und das Strömungsverhalten entlang der Triebwerke vermessen. Boeing will das Programm 777X im Lauf des Jahres 2015 zur Konfigurationsfreigabe bringen. Damit ist die Konstruktion festgeschrieben.

Bisher liegen 280 feste Bestellungen von fünf Kunden, darunter Lufthansa, für die nächste Generation der Boeing 777 vor. Der größte Zweistrahler der Welt erhält eine neue Triebwerksgeneration und einen aerodynamisch optimierten Flügel aus Verbundwerkstoff.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2014-01-08

>> Boeing stellt neue Rekorde bei Absatz und Produktion auf

NewspictureSEATTLE - In Boeings neuem Auslieferungszentrum für Verkehrsflugzeuge herrschte 2013 Hochbetrieb. Bei steigender Produktion im neuen Programm 787 lieferte der US-Hersteller in den vergangenen zwölf Monaten 648 Verkehrsmaschinen aus und damit mehr als jemals zuvor. Airbus rechnete seinerseits zuletzt mit 620 Auslieferungen, hat aber noch keine endgültigen Zahlen vorgelegt.

Boeing gab die Rekordzahl am Montag in Seattle bekannt. Der Konzern hatte im Jahr zuvor 601 Maschinen an seine Kunden übergeben.

Nicht einmal die Probleme beim 787 Dreamliner konnten die Amerikaner 2013 bremsen. Von dem hochmodernen Langstrecken-Flieger lieferte Boeing trotz aller Technikpannen 65 Stück aus, davon allein 25 im Schlussquartal.

Verkaufsschlager sind und bleiben aber die Kurz- und Mittelstreckenjets der 737-Baureihe, die allein 440 Mal die Endmontage verließen. Von der 777 lieferte Boeing 98 werksneue Einheiten aus, die 747 wurde 24 Mal, die 767 21 Mal übergeben.

Boeing stellte in den Jahren 2007 und 2012 mit 1.214 beziehungsweise 1.203 Flugzeugverkäufen Absatzrekorde auf. Diese Zahlen sind ebenfalls Geschichte - 2013 lief noch besser: insgesamt 1.531 neue Aufträge gingen über das Jahr bei Boeing ein. Nach Abzug wieder stornierter Flugzeuge warb Boeing 2013 ein Neugeschäft von 1.355 Aufträgen ein.

Der 737 verhalf die Neuauflage MAX dabei zu stattlichen 1.046 Bestellungen. Auch der Dreamliner blieb gefragt. Der Programmstart der 787–10 und ein Großauftrag von American Airlines bedeuteten für Boeing unter dem Strich 182 neue Aufträge.

Warten auf Airbus-Zahlen

Airbus und Boeing kämpfen seit langem um die Vorherrschaft in der Luft. Mit Spannung werden daher die endgültigen Zahlen aus Toulouse erwartet. Zuletzt hob Airbus das Auftragsziel für 2013 auf 1.400 Flugzeuge an.

Bis 2011 hielten die Europäer jahrelang den Auslieferungsrekord, 2012 übernahmen die Amerikaner wieder die Führung. Und sie wollen diesen Vorsprung verteidigen: Momentan hat Boeing noch Bestellungen über 5080 Maschinen in den Büchern stehen - auch das ist neuer Rekord.

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2013-12-18

>> Erster Airbus A380 für Asiana fliegt nach Hamburg

NewspictureHAMBURG - Der erste Airbus A380 für Asiana Airlines aus Korea ist bei seinem Jungfernflug am Freitag aus Toulouse nach Hamburg-Finkenwerder überführt worden. Dort erhält die A380-841, wie alle Flugzeuge dieser Baureihe, ihre Kundenlackierung und Innenausstattung. Asiana Airlines werde der zwölfte Betreiber der A380 sein, teilte Airbus mit. Sie erhalte ihr erstes Flugzeug, es trägt die Werknummer MSN152, nach der Fertigstellung im zweiten Quartal 2014.

Das erste Flugzeug soll nach der jetzigen Übergangsregistrierung F-WWAP einmal die endgültige Registrierung HL7625 tragen.

Die bereits erkennbare Fensterteilung im vorderen Hauptdeck scheint auf den dort geplanten Einbau von luxuriösen Suiten-Sitzen der ersten Klasse hinzudeuten. Seitlich des ersten Türpaares im Oberdeck sind ebenfalls mehrere Fenster verschlossen, was auf einen geplanten großen Barbereich oder eine große, vordere Küche hindeutet.

Asiana hat sechs A380 bestellt, die vor allem auf nachfragestarken Pazifikstrecken zwischen Seoul-Incheon und den USA eingesetzt werden sollen.

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2013-12-11

>> Boeing beginnt 777X-Windkanaltests

NewspictureFARNBOROUGH - Boeing hat am Donnerstag in einer Anlage in Großbritannien Windkanaltests mit niedriger Geschwindigkeit für die Boeing 777X begonnen. Dabei simulieren maßstäbliche Flugzeugmodelle mit unterschiedlichen Klappen-, Fahrwerksstellungen und Trimmlagen Starts und Landungen. Der Beginn der fünfmonatigen Testreihe sei ein größerer Meilenstein bei der Flugzeugentwicklung, teilte Boeing mit.

"Die Windkanaltests validieren unsere Leistungsmodelle und wir gewinnen eine große Menge von Daten, mit denen unsere Ingenieurteams ihre Konstruktionsarbeit fortsetzen können", sagte Terry Beezhold, Programmvorstand und Chef-Projektingenieur für das Boeing 777X-Programm.

"Dies ist der erste große Programmmeilenstein, seitdem wir das Programm im vergangenen Monat gestartet haben. Wir liegen im Plan, um alle übergeordneten Konstruktionsaufgaben 2014 abzuschließen und um 2015 die gesamte Konfiguration festzuschreiben."

Die Windkanaltests bei niedriger Geschwindigkeit finden bei QinetiQ im britischen Farnborough statt. Boeing und QinetiQ haben einen Nutzungsvertrag gerade wieder um fünf Jahre verlängert. Das verwendete 777X-Flugzeugmodell in der 5,5-Prozent-Größe des späteren Originals ist 4,22 Meter lang und hat eine Spannweite von 3,92 Meter.

Mittels hunderter eingebetteter Sensoren können die Lasten und die Druckverteilung am Modell gemessen werden. Im nächsten Jahr wird Boeing auch ergänzende Windkanaltests im Boeing-Windkanal in Seattle aufnehmen. Dieser Windkanal ist für transsonische Geschwindigkeiten optimiert und ermöglicht Vorhersagen der späteren Reiseflugleistungen.

Die Familie Boeing 777X besteht bisher aus den beiden Mitgliedern Boeing 777-8X und 777-9X. Die Großraum-Zweistrahler werden von modernen GE9X-Triebwerken von GE Aviation angetrieben und sie erhalten einen neuen Flügel aus Verbundwerkstoff, der eine größere Spannweite aufweisen wird, als jener der heutigen Boeing 777-300ER. Das Programm hat bereits 259 Bestellungen erhalten. Unter den Kunden sind bisher Emirates, Etihad, Lufthansa und Qatar Airways.

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2013-11-28

>> Boeing: Baubeginn für den 1500. Jumbo Jet

NewspictureEVERETT - Im Boeing-Werk Everett wird seit Mitte November der 1500. Jumbo Jet gebaut. Er gehört zur jüngst verbesserten Passagierversion der Boeing 747-8 Intercontinental und wird einmal bei Lufthansa fliegen. Laut Boeing-Marketingvorstand Randy Tinseth begann die Montage des Meilenstein-Flugzeugs Anfang November mit dem Bestücken der Flügelmontagevorrichtung zum Bau des hinteren Holms der 747-8.

Das Flugzeug mit der Baunummer 1500, der Seriennummer 37840 und mit dem internen Boeing-Kürzel RC035 werde im zweiten Quartal 2014 die Werkhalle verlassen und danach an Lufthansa ausgeliefert.

Laut inoffiziellen Angaben wird die künftige D-ABYP als 14. Boeing 747-8 von Lufthansa Ende August 2014 an die deutsche Fluggesellschaft übergeben. Diese betreibt bisher neun Flugzeuge dieser längsten Jumbo-Passagierversion und hat insgesamt 19 Flugzeuge bestellt, zusätzliche Jumbo-Optionen allerdings im Rahmen einer kürzlich erfolgten Boeing 777X-Großbestellung abgesagt.

Bereits auf dem Vorfeld in Everett wird seit Mitte November Lufthansa-Flugzeug Nummer zehn, die 747-8 mit der Werknummer 1492 auf die Lackierung vorbereitet. Die künftige D-ABYL soll, erstmals ab Werk, über GEnx-2B-Triebwerke mit verbesserten Leistungswerten, über einen aktivierten Heck-Zusatztank und über die neueste Version 3.0 des Boeing Flight Management Systems verfügen. Boeing führt dazu eine Test- und Zulassungskampagne mit einer eigenen 747-8 durch.

Bisher wurden 45 Boeing 747-8 der Passagierversion und 67 Frachter bestellt. Der Bau der ersten Boeing 747-100 hatte 1967 in Everett begonnen. Das langjährige Boeing-Flaggschiff, das in immer neuen, verbesserten Generationen erschien, erhält im Marktsegment der Großraumjets zunehmend Konkurrenz durch den Airbus A380 und durch immer leistungsfähigere Zweistrahler, darunter die jüngst neu vorgestellte Boeing 777X.

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2013-11-13

>> Airbus A320neo: Komponentenmontage beginnt

NewspictureHAMBURG - Bei Airbus hat mit dem Bau der ersten Triebwerksaufhängung die Montage größerer Strukturteile für die A320neo begonnen. Auch in Hamburg fängt man demnächst mit der Komponentenmontage an. Im Toulouser Innenstadtwerk St. Eloi sei der erste Triebwerkspylon für das A320neo-Programm gebaut worden, teilte Airbus am Freitag mit. Das Werk liefert sämtliche Triebwerksaufhängungen für alle Airbus-Programme.

Die jüngste Triebwerksaufhängung sei für den ersten fliegenden Prototyp der A320neo bestimmt und stelle die erste größere Komponentenmontage für die kommende Standardrumpf-Generation von Airbus dar.

Parallel zum Bau der Pylone beginnt bei Airbus auch die Montage anderer neo-Komponenten. So wird demnächst in Hamburg der erste A320neo-Flügelkasten aus Wales angeliefert und mit dem Rumpf verbunden. Außerdem wird die erste Hecksektion montiert.

In St. Nazaire soll ab Januar 2014 die erste vordere Rumpfsektion montiert werden. Laut Airbus liege man beim Bau der ersten A320neo gut im Zeitplan. Die Endmontage soll im Frühjahr 2014 beginnen, um einen Erstflug im Herbst 2014 zu ermöglichen.

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2013-10-08

>> Airbus A350 beginnt Vmu-Starttests mit Minimalfahrt

Airbus A350 beginnt Vmu-Starttests mit MinimalfahrtTOULOUSE - Nach über 300 Flugteststunden hat der Airbus A350-Prototyp MSN1 in der vergangenen Woche die spektakulären Starttests mit schleifendem Hecksporn begonnen. Bei den sogenannten Vmu-Tests wird die absolute Minimalgeschwindigkeit ermittelt, ab der sich das Flugzeug in die Luft bringen lässt.

Ein Foto zeigt den A350-Prototypen MSN1 beim Beginn der jüngsten Testserie beim schnellen Rollen mit steil aufgerichtetem Bug, weitgehend entlastetem Hauptfahrwerk und absichtlich aufsetzendem Hecksporn.

Nur für die Vmu-Versuchsreihe verfügen die ersten beiden A350-Prototypen über einen gefederten Hecksporn unter dem Rumpf. Dieser verhindert schwere Strukturschäden bei ihrem absichtlichen Aufsetzen des Hecks.

Ermittelt wird die Minimalfahrt Vmu. Diese "Velocitiy minimum unstick" ist die physikalische Grenze, ab der sich das Flugzeug in die Luft zwingen lässt. Sie liegt viel niedriger, als die später beim Start im Linienverkehr genutzte Geschwindigkeit.

Der Airbus A380 hatte sich bei seinen Vmu-Tests 2005 schon bei 202 km/h in die Luft bringen lassen. Aus diesem gefährlich niedrigen Test-Geschwindigkeitsbereich muss das Testflugzeug anschließend weiter beschleunigen, sich stabilisieren und dann sicher abheben.

Die Testreihe gilt als eines der anspruchsvollsten Manöver der gesamten Erprobung. Wegen der extrem niedrigen Geschwindigkeit ist die aerodynamische Ruderwirkung stark eingeschränkt. Besonders im Fall von jederzeit anzunehmenden Triebwerksausfällen gilt dies als große Herausforderung für die Testpiloten.

Außerdem kann sich das Flugzeug im schwer am Computer zu simulierenden Langsamflugbereich anders verhalten als angenommen und etwa seitlich ausbrechen. Die A380 hatte seinerzeit bei ihren Vmu-Tests mehrmals unbeabsichtigt mit dem Heck auch außerhalb des Schleifsporns aufgesetzt. Deshalb besteht immer die Gefahr, kostbare Prototypen bei Vmu-Tests ernsthaft zu beschädigen, was das gesamte Zulassungsprogramm verzögern kann.

60 Flüge, 300 Flugstunden

Der erste A350-Prototyp MSN1 war, laut Airbus, bisher bei über 60 Flügen gut 300 Flugstunden in der Luft. Derzeit sei er mit den Kapiteln"Systemtests" und "Flugbereich" beschäftigt, teilte Airbus auf Anfrage der FLUG REVUE am Montag mit. Der erste A350-Vmu-Test sei bisher nur ein "Vmu-Entwicklungstest" gewesen.

Den Ort des Tests wollte Airbus auf Anfrage der Flug Revue nicht bestätigen. Nach Informationen der FLUG REVUE fand der erste Vmu-Test mit der A350 in Vatry nahe Paris statt. Die A380 hatte ihre Vmu-Tests dagegen im südfranzösischen Istres absolviert.

Unabhängig davon sei der zweite A350-Prototyp MSN3 am 3. Oktober an die Airbus-Flugtestmannschaft übergeben worden, teilte Airbus mit.

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2013-09-19

>> Kreise: Lufthansa wird Erstkunde der Boeing 777X

Kreise: Lufthansa wird Erstkunde der Boeing 777XFRANKFURT - Lufthansa plant mit der Boeing 777-9X. Der neue Riesen-Twin aus Seattle habe Lufthansa überzeugt, erfuhr aero.de aus dem Konzernumfeld. Den Auftrag für die Erneuerung der Langstreckenflotte wird sich Boeing aber mit Airbus teilen. Lufthansa muss in den nächsten Jahren 48 Airbus A340-300 und A340-600 ersetzen. Neben der 777-9X - ein Jet für bis zu 400 Passagiere - soll dafür auch die auf 314 Sitze ausgelegte A350-900 bestellt werden.

Die 787-10, mit der sich Lufthansa ebenfalls einige Zeit befasst hatte, wird aller Voraussicht nach hingegen nicht Teil des Auftrags werden.

Boeing dürfte das 777X-Programm mit der Bekanntgabe des Lufthansa-Deals offiziell starten. Lufthansa war bereits 2006 Boeings erster Kunde für die Passagierversion der 747-8, die bislang allerdings nur wenige Käufer fand.

Bei der spritsparenden 777X stellen sich die Amerikaner hingegen auf eine gewaltige Nachfrage ein - laut einem Bericht der "Seattle Times" könnte die 777-Produktion von derzeit 100 mit der 777X auf 140 Einheiten im Jahr steigen.

Bislang hat Boeing noch kein Preisschild an seinen neuen Twin gehängt. Experten rechnen aber mit Listenpreisen von knapp unter 400 Millionen US Dollar zur Markteinführung der ultralangen 777-9X, die vermutlich in das Jahr 2019 fallen wird. Das aktuelle Topmodell 777-300ER steht mit rund 320 Millionen US Dollar in der Boeing-Preisliste.

Airbus verkauft die A350-900 zu einem Listenstückpreis von 287,7 Millionen US Dollar. Die Gesamtinvestion der Lufthansa in neue Zweistrahler für den Interkontverkehr dürfte damit komfortabel im zweistelligen Milliarden-US-Dollar-Bereich liegen.

Im Frühjahr hatte sich der Lufthansa Vorstand bereits den Kauf von 35 Airbus A320neo, 35 A321neo, 30 A320ceo und zwei weiterer A380 vom Aufsichtsrat genehmigen lassen. Für die Schweizer Konzerntochter Swiss hatte Lufthansa zeitgleich sechs Boeing 777-300ER bestellt, mit denen in Zürich ab nächstem Jahr ausgediente Airbus A340-300 abgelöst werden.

© aero.de

2013-09-04

>> Airbus A350 erreicht 150 Flugteststunden

Airbus A350 erreicht 150 FlugteststundenTOULOUSE - Der erste A350-Prototyp MSN001 war seit seinem Erstflug am 14. Juni bisher 150 Flugteststunden in der Luft. Dies meldete Airbus am Montag. Als Gast war kürzlich auch Airbus-Chef Fabrice Brégier während eines Testflugs an Bord. Die gesamte Flugtestkampagne bis zur Zulassung wird mit 2.500 Stunden angesetzt, wobei insgesamt fünf Flugzeuge zum Einsatz kommen werden. Als nächste A350 wird Prototyp MSN003 zum Testflugteam stoßen.

Dieses Flugzeug mit schwerer Flugtestinstrumentierung und Ballasttanks in der Kabine entspricht weitgehend MSN001 und ist bereits fertig gestellt. Als dritte A350 befindet sich auch schon MSN002, noch ohne Triebwerke aber fertig endmontiert, in der Toulouser Ausrüstungshalle. Dieses Flugzeug verfügt erstmals über eine Kabineneinrichtung für technische Tests der Passagiereinrichtungen.

Laut Airbus hat der Vorstandschef und Präsident des Unternehmens, Fabrice Brégier, auch vor kurzem persönlich an einem A350-Testflug teilgenommen. Der "Routine-Testflug" habe etwa drei Stunden gedauert und über Südwest-Frankreich geführt. "Ich bin sehr stolz, in unserem jüngsten Wunderwerk mitgeflogen zu sein", sagte Brégier. "Das Flugzeug liegt sehr sanft in der Luft und ist schon sehr ausgereift, obwohl es sich noch in der Anfangsphase der Tests befindet. Das neue Cockpitlayout mit großen Bildschirmen und Blickfelddarstellungsgeräten ist sehr beeindruckend. Die Piloten werden es lieben, am Steuer so einer Maschine zu sitzen."

Nach einer mehrwöchigen Inspektionspause im Sommer ist der Prototyp A350 MSN001 wieder fast täglich in der Luft. In jüngster Zeit deuten außen angebrachte, wechselnde Messfelder mit Wollfäden und Kameras auf ausführliche Untersuchungen von Luftwirbeln am Flugzeug hin, darunter an der Flügelhinterkante, dem Flügel-Rumpf-Übergang und am Cockpit.

Außerdem fliegt das Flugzeug teilweise mit einem speziellen Test-Hecksporn, um bei Starts- und Landungen unterhalb der normalen Geschwindigkeiten das Heck nicht zu beschädigen. Die eigentlichen Vmu-Tests mit absoluter Minimalfahrt und dem absichtlichen Aufsetzen des Hecks beim Abheben folgen aber erst später im Testablauf.

Auf der Website "Flightradar 24" aufbereitete Radardaten der Flüge zeigten bisher auch schon einen, von Airbus bisher nicht gemeldeten, engen Formationsflug von MSN001 mit einem Airbus A380 aus der Airbus-Flugtestflotte und sehr tiefe Flüge nahe der Pyrenäen, die auf Tests des Kollisionswarnsystems hindeuteten.

Meistens fliegt die A350 westlich von Bordeaux über dem Atlantik und zieht ihre Bahnen in Nord-Süd-Richtung. Dabei funkte MSN001 einmal auch schon kurzzeitig den Notfallcode 7700. Angeblich hatte dies die Flugsicherung so angefordert, während das Flugzeug Kraftstoff-Schnellablasstests durchführte.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2013-08-27

>> Mitsubishi verschiebt MRJ-Erstflug

Mitsubishi verschiebt MRJ-ErstflugTOKIO - Auf mehr als ein Jahr Verspätung müssen sich die Kunden des Mitsubishi Regional Jet (MRJ) einstellen. Der Erstflug ist nun für das zweite Quartal 2015 geplant. Ursprünglich wollte Mitsubishi den Erstflug noch in diesem Jahr durchführen. Die Indienststellung des MRJ bei einer Airline verschiebt sich laut dem japanischen Unternehmen von Sommer 2015/Anfang 2016 durch die neue Verzögerung auf das zweite Quartal 2017.

"Die Entwicklung und die betreffende Zulassung haben größere Ressourcen angenommen als erwartet und damit die Lieferung von Komponenten und die Fertigung beeinflusst", teilte die Mitsubishi Aircraft Corporation (MITAC) mit.

"Zusammen mit den Programmpartnern hat MITAC diesen neuen Zeitplan erstellt, um die betreffenden Zulassungs-Sicherheitsstandards zu erfüllen."

Pratt & Whitney hatte die Zulassung des PW1200G-Triebwerks bereits angepasst. Die Montage des ersten Antriebs für das Zulassungsprogramm soll Ende diesen Jahres abgeschlossen sein.

© FLUG REVUE - Patrick Hoeveler

2013-08-12

>> Airbus und Boeing nehmen Kurs auf 1.000 Aufträge

Airbus und Boeing nehmen Kurs auf 1.000 AufträgeSEATTLE - Die tschechische Charterairline Travel Service steht hinter der ersten Stornierung einer Boeing 787 im laufenden Jahr. In Prag will man sich lieber auf Kurz- und Mittelstrecken konzentrieren und wandelte den Dreamliner-Auftrag aus dem Jahr 2007 in drei 737 MAX 8. Seit Januar hat Boeing insgesamt 883 neue Aufträge für seine Verkehrsflugzeuge erhalten, darunter 83 für die 787. Im gleichen Zeitraum stornierten die Kunden in Seattle 108 Bestellungen.

Auch bei Airbus läuft der Verkauf weiter auf Hochtouren - 932 Neuaufträgen stehen nur 40 wieder abgesagte Flugzeuge gegenüber. Das europäische Gegenstück zur Boeing 787, die A350 XWB, gewann 2013 bislang 104 neue Bestellungen.

Großaufträge für die A320neo ließen den Auftragsbestand bei Airbus auch im Juli weiter anwachsen. Auf den Rekordwert von 5.277 Flugzeugen addiert sich der Backlog inzwischen. Nicht eingerechnet sind dabei Optionen, mit denen viele Airlines erteilte Festaufträge ergänzen.

Airbus will in diesem Jahr insgesamt mehr als 1.000 Neuaufträge einwerben. Boeing könnte diese Marke ebenfalls überschreiten, zumindest soweit die Amerikaner die Neuauflage des Langstreckenjets 777, die 777X, noch vor dem Jahresende in den offiziellen Verkauf geben.

Produktion brummt: Bis Ende Juli hat Airbus 347 neue Flugzeuge ausgeliefert, darunter neun A380. Nach der Aufhebung des Lieferstopps im Programm 787 befindet sich auch Boeing wieder im Soll - von den 358 Auslieferungen der Amerikaner entfallen 24 auf die 787. Vom neuen Jumbo 747-8 fanden 2013 bislang zwölf Einheiten den Weg zu ihren Betreibern.

Boeing plant für das Gesamtjahr mit 635 bis 645 Auslieferungen. Auch Airbus will bis Jahresende mehr 600 Flugzeuge ausgeliefert haben.

© aero.de

2013-07-23

>> Zweiter Airbus A350 XWB verlässt Endmontagehalle

Zweiter Airbus A350 XWB verlässt EndmontagehalleTOULOUSE - Der zweite A350-Prototyp MSN003 hat am Montag die Toulouser Endmontagehalle "Station 13" verlassen und wird nun auf der Vorfeldstation "18" überprüft. Das Flugzeug mit der Herstellungsnummer MSN003 ist der zweite A350-Prototyp, der baulich weitgehend dem ersten Flugzeug MSN001 entspricht. Die Kabine von MSN003, ebenfalls einer A350-900, ist nicht mit Passagiersitzen ausgestattet, sondern mit Ballasttanks und einer schweren Flugtestinstrumentierung.

Das strukturell komplette Flugzeug hat am Montag, noch ohne Triebwerke aber auf eigenem Fahrwerk, die Airbus A350-Roger-Béteille-Endmontagehalle ("Station 30") verlassen und wurde auf die Vorfeldposition "Station 18" geschleppt.

Hier erfolgen als nächstes Test der Kraftstoffanlage und aller Pumpen, Tanks und Leitungen, Tests der Druckkabine und Tests der Funkanlage. Letztere wurde, wie bei MSN001, gegenüber einer normalen A350 bei dem Prototypen noch um umfangreiche Datenfunkübertragungseinrichtungen für die Flugtests ergänzt.

Danach geht es in die Lackierhalle und schließlich zur Triebwerksmontage, bevor die Produktionsmannschaft das Flugzeug an die Flugtestabteilung übergibt. Der Erstflug von MSN003 dürfte im September oder Oktober stattfinden.

Insgesamt werden für die Erprobung und Zulassung des Airbus A350 fünf Flugzeuge eingesetzt, die 2.500 Flugstunden absolvieren. Der erste A350-Prototyp MSN001 war bisher 92 Teststunden in der Luft. Er wird nach Abschluss der ersten Flugtestphase derzeit überprüft und im August das nächste Mal starten.

Die Testflugzeuge MSN002 und MSN005 erhalten eine komplette Passagierkabine, um die Kabinenausstattung erproben und zulassen zu können. Der zwischen MSN002 und MSN005 zum Erstflug startende Prototyp MSN004 wird als "Zwitter" sowohl mit einer Passagierkabine, als auch mit einer leichten Testinstallation ausgerüstet. Er wird vor allem für Blitzschlagtests, Lärmmessungen und für die Pilotenschulung und die Ausbildung von Technikern genutzt. Die erste Airbus A350-Kundenauslieferung ist nach der Zulassung für die zweite Jahreshälfte 2014 geplant.

© FLUG REVUE - Sebastian Steinke

2013-06-24

>> ATR: 2013 war die beste Paris Air Show der Firmengeschichte

ATR: 2013 war die beste Paris Air Show der FirmengeschichteDie 50. Paris Air Show, die noch bis zum Sonntag andauert, hat bereits jetzt die Erwartungen des französisch-italienischen Herstellers ATR übertroffen. Enthusiatisch beschreibt ATR die Paris Air Show 2013 als die beste der Firmengeschichte.

Die 50. Ausgabe der Paris Air Show wird unzweifelhaft in die Geschichte des französisch-italienischen Flugzeugherstellers ATR eingehen. Der Produzent der zweimotorigen Turboprop-Regionalflugzeuge ATR 42 und ATR 72 hat während der Messe in der französischen Hauptstadt nicht weniger als 173 Bestellungen für seine Flugzeuge erhalten. Der Gesamtwert der Aufträge liegt bei über 4,1 Milliarden Dollar. Damit ist diese Messe die erfolgreichste Messe in der Geschichte von ATR. Das Auftragsbuch des Herstellers ist damit bis Ende 2016 ausgebucht.

Den größten Auftrag vergab Nordic Aviation Capital. Die Firma unterschrieb feste Bestellungen für 31 ATR 72-600 und fünf ATR 42-600 und nahm Optionen für 55 weitere Flugzeuge auf. Auch die amerikanische Aircraft Lease Corporation trug sich in die Liste der Flugzeugbesteller bei ATR ein. Sie unterzeichneten Festbestellungen für fünf ATR 72-600. Eine Auflistung aller Aufträge und Optionen für ATR finden Sie weiter unten im Anschluss an diesen Beitrag.

Während der Messe übernahm die südamerikanische Fluggesellschaft Avianca ihr erstes Exemplar der ATR 72-600. Das Flugzeug ist das erste aus einem Auftrag über 15 ATR 72-600. Avianca hält Optionen für weitere 15 Exemplare dieses Musters. ATR und Avianca haben ebenfalls in Paris angekündigt, gemeinsam ein regionales Trainingszentrum für Piloten in Bogota, Kolumbien, zu bauen.

Erwartungsgemäß kommentierte Filipo Bagnato, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von ATR sehr positiv: "Wir sind sehr glücklich über die Resultate der diesjährigen Paris Air Show, die bestätigt hat, dass ATR den Maßstab für Regionalflugzeuge mit bis zu 90 Sitzen setzt. Wir sehen eine glänzende Zukunft für Turboprop-Technologie in der Regionalluftfahrt".

© flugrevue.de

2013-04-28

>> Boeing beginnt 787-Nachrüstung

Boeing beginnt 787-NachrüstungBOSTON - Nach der behördlichen Freigabe der vorgeschlagenen Batteriemodifikationen hat Boeing mit der Umrüstung von Dreamlinern begonnen. Laut Boeing-Marketingvorstand Randy Tinseth werden derzeit die ersten zehn Kundenflugzeuge nachgerüstet. Außerdem habe im Werk die Umrüstung von weiteren neun, noch nicht ausgelieferten, Kundenflugzeugen begonnen. Jeder Dreamliner erhält feuerfeste Stahlboxen, in denen die modifizierten Lithium-Ionen-Batterien montiert werden.

Nach den Batteriebränden in Boston und Japan war diese Änderung vorgeschlagen und jüngst von der Luftfahrtbehörde FAA genehmigt worden. Nur umgerüstete Flugzeuge dürfen wieder Passagiere befördern.

Die Arbeiten dauern fünf Tage pro Flugzeug. Boeing hat zehn Umrüstteams mit insgesamt gut 300 Mitarbeitern im weltweiten Einsatz. Grundsätzlich sollen die Flugzeuge in der Reihenfolge ihrer Auslieferung modifiziert werden. Ethiopian Airlines kündigte an, am kommenden Sonnabend als weltweit erste Airline einen umgerüsteten Dreamliner wieder im Passagierdienst nach Kenia einzusetzen.

© FLUG REVUE / Sebastian Steinke

2013-04-12

>> Airbus wildert mit neuem Werk in Boeing-Revier

Airbus wildert mit neuem Werk in Boeing-RevierDer europäische Flugzeugbauer Airbus greift seinen US-Rivalen mit dem Bau eines Werks in dessen Heimat an. Er will Boeing so die Vorherrschaft in der Heimat, den USA, streitig machen.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus erhöht den Druck auf seinen amerikanischen Erzrivalen Boeing und greift ihn mit dem Bau eines eigenen Werk in den USA direkt auf seinem Heimatmarkt an. EADS-Chef Tom Enders und Airbus-Chef Fabrice Brégier legten Montag in Mobile im US-Bundesstaat Alabama den Grundstein für eine Endmontagelinie für das Mittelstreckenflugzeug A320. Die Produktion in dem amerikanischen Werk, das nach Vorbild der A320-Endmontage in Hamburg gebaut wird, soll 2015 beginnen, die erste Maschine "made in USA" soll 2016 ausgeliefert werden.

"Der Bau einer Montagelinie in Mobile ist für Airbus ein wirklich wegweisender Schritt", sagte Airbus-Chef Brégier. Denn die EADS-Tochter hofft, mit Hilfe des neuen Werks den Durchbruch in den USA zu schaffen, dem weltweit mit Abstand wichtigsten Markt für Flugzeuge. Der wird bisher von Boeing dominiert, während der europäische Flugzeugbauer dort gerade mal auf einen Marktanteil von 17 bis 20 Prozent kommt.

"Das Marktpotenzial ist groß", sagt Ulrich Weber, der Leiter der Airbus-Endmontage USA. So schätzt Airbus dort allein den Bedarf an Mittelstreckenflugzeugen mit einem Gang wie dem A320 und seinem Boeing-Konkurrenzmodell B737 in den kommenden 20 Jahren auf rund 5000 Exemplare. Diese Maschinen sind das Brot-und-Butter-Geschäft der beiden Flugzeugbauer. Den lukrativen amerikanischen Markt will Airbus seinem US-Rivalen deshalb künftig nicht mehr kampflos überlassen.

Die Endmontage vor Ort soll nun als Verkaufsargument helfen, um neue Aufträge von US-Airlines zu ergattern. Viele von ihnen besitzen eine veraltete Flotte, die in den nächsten Jahren ersetzt werden muss. "Wir wollen mit dem Werk dicht an die Kunden herankommen", sagt Airbus-Manager Weber. Der Flugzeugbauer investiert dafür rund 600 Millionen Dollar (461 Millionen Euro). Dazu sollen dem Vernehmen nach Subventionen in Höhe von 158 Millionen Euro kommen.

Hamburg wird eng mit Alabama zusammenarbeiten

Nach Angaben Webers sind 100 Mitarbeiter von Airbus in Europa an dem Projekt des amerikanischen Werks beteiligt. Vor allem der Standort Hamburg, von wo aus das A320-Programm geleitet wird, werde eng mit Alabama zusammenarbeiten, erklärt er. Von dort aus sollen die in Europa vorgefertigten Teile in die USA verschifft werden. Es sei jedoch nicht geplant, europäische Mitarbeiter dauerhaft in das neue Werk in Mobile zu schicken.

Die Endmontage der A320-Familie erfolgt bisher in Hamburg, Toulouse und dem chinesischen Tianjin. Die Produktionsrate liegt dort derzeit bei 42 Maschinen monatlich. Ab 2018 dann will Airbus vier Maschinen pro Monat in Mobile zusammenbauen. Da die für die Endmontage in Alabama notwendigen Teile in Europa produziert werden sollen, wird das geplante Werk mit seinen 1000 Mitarbeitern in den USA nach Angaben von Airbus auch neue Arbeitsplätze in Europa schaffen. "Jede in Mobile geschaffene Stelle entspricht vier Arbeitsplätzen in Europa", sagt Airbus-Chef Brégier.

Zusätzlich dazu hilft es dem europäischen Flugzeugbauer, sich künftig besser gegen Währungsschwankungen abzusichern, da Flugzeuge weltweit in Dollar abgerechnet werden.

Nachdem Airbus 2012 den Titel als weltweit größter Flugzeugbauer erstmal innerhalb von zehn Jahren an Boeing abgeben musste, hat die EADS-Tochter seit Beginn des Jahres wieder die Nase vorn. Bis Ende März verbuchte sie 431 Brutto-Bestellungen und 144 Auslieferungen. Der durch die Stilllegung seines Vorzeigemodells Dreamliner gehandicapte US-Hersteller dagegen kam im selben Zeitraum auf nur 220 Brutto-Bestellungen und 137 Auslieferungen.

© Axel Springer AG 2013

2013-03-27

>> Air Berlin holt ersten A320 mit Sharklets ab

Air Berlin holt ersten A320 mit Sharklets abDie Air Berlin Group hat ihren ersten Airbus mit Sharklets in Hamburg in Empfang genommen. Der A320 mit den strömungsoptimierten Flügelspitzen fliegt künftig bei der österreichischen Tochter Niki.

Die Air Berlin Group hat am Dienstag am Airbus-Standort Hamburg-Finkenwerder ihren ersten Airbus mit Sharklets übernommen. Die Maschine fliegt künftig bei der österreichischen Tochter Niki, wie das Unternehmen mitteilte.

Nachdem bereits am Montag der "Transfer of Title", die Übertragung der Eigentumsrechte am Flugzeug an die Air Berlin Group erfolgte, wurde der Jet am frühen Nachmittag nach Wien überführt. Die Ankunft am Flughafen Schwechat ist für 16:00 Uhr geplant.

Die zweieinhalb Meter großen, nach oben gerichteten Verlängerungen der Flügelspitzen reduzieren die Luftwirbel an den Tragflächen und damit den auftriebsabhängigen Widerstand. Je nach Streckenlänge lassen sich Treibstoff-Einsparungen von rund ein bis vier Prozent und eine entsprechend erhöhte Reichweite erzielen. Alternativ kann auch eine höhere Nutzlast befördert werden. Außerdem können mit Sharklets ausgestattete Flugzeuge steiler steigen. Dies reduziert den Lärm am Boden.

Der neue Airbus sei der erste von insgesamt 14 Airbus A320/A321 mit den treibstoffsparenden Flügelspitzen, der an die Air Berlin Group ausgeliefert werde, sagte CFO Ulf Hüttmeyer. Er sei Bestandteil einer Sales-and-Lease-Back-Transaktion zwischen Air Berlin und dem chinesischen Leasingunternehmen ICBC Financial Leasing. Im Juni will Air Berlin im Rahmen dieser Kooperation noch einen weiteren A320 mit Sharklets übernehmen.

Der Einsatz der neuen Flügelspitzen sei ein weiterer Schritt im Umweltprogramm. So will die Airline den Durchschnittsverbrauch ihrer Flotte von aktuell 3,4 Litern pro 100 Passagierkilometer noch weiter, denn Kerosin gehört im Luftverkehr mit zu den größten Kostenblöcken.

© airliners.de

2013-03-14

>> Boeing könnte 777X im April beschließen

Boeing könnte 777X im April beschließenORLANDO - Boeing ist mit den Planungen für den Nachfolger seines größten Twins 777 offenbar auf der Zielgerade. "Wir kommen dem Marktstart der 777X mit jedem Tag näher", sagte Boeing Verkaufschef Randy Tinseth am Montag auf der ISTAT in Orlando. Nach Informationen des gewöhnlich gut unterrichteten "Wall Street Journal" wird der Boeing Vorstand den Programmstart 777X schon im nächsten Monat auf die Tagesordnung nehmen.

Am vergangenen Freitag benannte Boeing bereits einen Programmchef für die Leitung des Projekts. Bob Feldman, zuletzt für die 737 MAX zuständig, soll die 777X vom Papier in die Luft bringen.

Mit der Überarbeitung der 777 antwortet Boeing auf die größeren Ausbaustufen des neuen Airbus-Programms A350 XWB. Die 777X soll Tragflächen aus leichten Verbundwerkstoffen und neue Triebwerke erhalten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit wie bei der 777-300ER von General Electric kommen werden.

Vor allem soll die 777X aber größer werden. Boeing dürfte den Twin 2019 zunächst mit einer auf 407 Sitze optimierten Kabine anbieten. Das wären gut 40 Sitze mehr als bei der aktuellen 777-300ER.

Spannend bleibt die Frage, ob Seattle später eine verkürzte Version mit 350 Sitzen als direkten Wettbewerber der A350-1000 nachschiebt. Die kleinere 777X würde allerdings auch der geplanten 787-10 relativ nahe kommen.

Mit ihren zwei Triebwerken war die riesige 777 bei ihrem EIS im Jahr 1995 noch ein Exot an den Langstreckenterminals dieser Welt. Die seit zehn Jahren produzierte 777-300ER ist inzwischen der erfolgreichste Vertreter ihrer Art. Seit Kurzem stellt Boeing die 777 in einer Rate von 100 Flugzeug im Jahr her, den Großteil als 777-300ER. Im letzten Jahren waren unter den 83 insgesamt im Programm ausgelieferten Flugzeugen 60 777-300ER.

Auch für die 777X stehen die Kunden bereits Schlange. Die ersten Exemplare sollen für Emirates und British Airways reserviert sein. Auch Singapore Airlines, Cathay Pacific und Japan Airlines haben schon Interesse an dem Flugzeug angemeldet.

© aero.de

2013-02-26

>> FAA befasst sich mit Vorschlägen zur Boeing 787

FAA befasst sich mit Vorschlägen zur Boeing 787WASHINGTON - Der erste Schritt ist getan, um die 787 wieder in die Luft zu bekommen. Boeing-Manager um Commercial Airplanes-Chef Ray Conner stellten hochrangigen Vertretern der US-Luftfahrtaufsicht FAA kurz vor dem Wochenende ihre Lösungsvorschläge für die Probleme mit den verwendeten brandgefährlichen Batterien vor. Die FAA erklärte in einer Stellungnahme, sie werde die Vorschläge in den nächsten Tagen genau analysieren.

Aber erst wenn sie absolut sicher sei, dass die Batterieprobleme behoben seien, dürfe der seit Mitte Januar zwangspausierte Dreamliner wieder in den Liniendienst gehen, erklärte die FAA.

Bis die Behörde grünes Licht gibt und die notwendigen Umbauen an den 49 bislang ausgelieferten Dreamlinern ausgeführt sind, dürfte es allerdings April werden. Bei United und All Nippon Airways rechnet man mit einer Wiederaufnahme des Linienbetriebs mit der 787 inzwischen sogar nicht mehr vor Juni - beide Airlines strichen das Flugzeug jetzt auch für den gesamten Mai aus ihren Flugplänen.

Die FAA und andere Luftfahrtbehörden hatten dem Langstreckenjet nach einem Feuer und einem Schmorbrand an zwei Batterien die Starterlaubnis entzogen.

Weder Boeing noch die Behörden konnten die Ursache für die Batteriebrände bislang zweifelsfrei aufklären. Dennoch hofft Boeing, die FAA mit einem Zehn-Punkte-Plan zur Wiederherstellung der Flugsicherheit zu überzeugen. Boeing hält den genauen Inhalt des Papiers bislang zwar unter Verschluss, seit Wochen ist allerdings von den gleichen Maßnahmen die Rede.

Mehr Abstand zwischen den acht Batteriezellen soll das Risiko einer Kettenreaktion verringern. Die Piloten sollen mit zusätzlichen Sensoren und Spannungsmessern Probleme mit einer Batterie früher erkennen können. Überhitzt ein Akku, so soll eine feuerfeste Box die umgebenden Elektroanlagen schützen. Rauch und austretende Flüssigkeiten will Boeing in diesem Fall kontrolliert ableiten.

Für Boeing hängt viel von der Entscheidung der FAA ab. Inzwischen steht die 787 länger am Boden, als beim letzten Grounding eines Flugzeugtyps durch die Behörde vor 34 Jahren. Nach einem schweren Unfall in Chicago hatte die FAA die gesamte DC-10-Flotte in den Vereinigten Staaten für Wochen mit einem Startverbot belegt.

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2013-02-13

>> Boeing sorgt sich um Auslastung der 747-Produktion

Boeing sorgt sich um Auslastung der 747-ProduktionEVERETT - Boeing droht im nächsten Jahr eine Unterauslastung der Produktion im Programm 747-8. "Wenn wir keine zusätzlichen Festbestellungen für Frachter erhalten, die sich mit unseren kurzfristigen Produktionszielen decken, müssen wir Maßnahmen ergreifen", warnt der Konzern in einer Pflichtmitteilung. Neben einer Herabsetzung der Fertigungsrate sei auch eine Produktion auf Halde, also von White Tail-Flugzeugen, denkbar, schreibt Boeing.

Boeing hat seit Beginn der Auslieferungen im November 2011 28 747-8F und zwölf 747-8 für den Passagierdienst fertiggestellt. Neben vier 747-8 für Lufthansa baute der Hersteller acht 747-8 mit Passagierkabine für VIP-Kunden. Monatlich verlassen zwei neue 747-8 die im Stammwerk Everett (Washington) angesiedelte Endmontage.

Boeing hat von der neuesten Generation des Jumbos bislang 67 Frachter und 40 Passagier- beziehungsweise VIP-Flugzeuge verkauft.

Sollte die kurzfristige Produktion nicht auszulasten sein, könnte das Programm die Konzernbilanzen im nächsten Jahr belasten, baut Boeing gegenüber den Aktionären vor. Man werde aber auch versuchen, die Programmkosten zu senken und die Lieferkette zusätzlich auf Effizienz zu trimmen.

© aero.de

2013-01-31

>> 737: Boeing erreicht neue Monatsrate von 38 Flugzeugen

737: Boeing erreicht neue Monatsrate von 38 FlugzeugenRENTON - Das Boeing Programm 737 hat eine Fertigungsrate von 38 Flugzeugen im Monat erreicht. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre sei die Produktion von 31,5 Flugzeugen um 20 Prozent hochgefahren worden, teilte Boeing am Dienstag mit. Im nächsten Jahr will Boeing bei Single Aisle-Flugzeugen mit Airbus gleichziehen und jedem Monat 42 737 bauen. Beide Hersteller werden die Produktion zunächst auf dieser Rate belassen.

Airbus kassierte im vergangenen Jahr Pläne, die A320-Fertigung noch ein weiteres Mal auf dann 44 Flugzeuge aufzustocken. Die Lieferkette für das Programm stoße bei 42 Flugzeugen an ihre Kapazitätsgrenze, hieß es aus dem Konzern.

Boeing spricht zwar öffentlich über 737-Raten von 50 bis 60 Flugzeugen im Monat, will diese aber erst gegen Ende des Jahrzehnts erreichen. Bei den bereits jetzt hohen Fertigungszahlen müssen beide Hersteller den Übergang auf die modifizierten Nachfolger 737 MAX und A320neo schaffen.

In der Boeing Endmontageanlage in Renton (Washington) entsteht bis 2015 eine dritte Fertigungslinie für die 737. Auf der neuen FAL sollen zunächst die ersten Flugzeuge der neuen 737 MAX montiert werden, die ab 2017 ausgeliefert wird. Später könnte die Linie für eine höhere Monatsproduktion eingesetzt werden.

Im Gegensatz zur zentralen Endmontage der 737 verteilt Airbus die Produktion der A320 auf mehrere Standorte. Neben den Werken in Toulouse, Hamburg und Tianjin wird die EADS-Tochter das Flugzeug ab 2015 auch im amerikanischen Mobile zusammensetzen. Die erste A320neo soll in Hamburg gebaut und im Oktober 2015 ausgeliefert werden.

Im Weltmarkt für Verkehrsflugzeuge mit Standardrumpf von 90 bis 200 Sitzen erwarten beide Hersteller eine Fortsetzung des Booms. Allein in Europa dürfte sich die aktive Single Aisle-Flotte in den nächsten 20 Jahren von 2.990 auf 6.110 Flugzeuge mehr als verdoppeln, prognostiziert Boeing.

Im vergangenen Jahr lieferte Boeing 415 737 aus, Airbus kam bei der A320 auf 40 Flugzeuge mehr.

© aero.de

2012-12-10

>> HGC ist Partner im Autocluster ACstyria.

HGC ist Partner im Autocluster ACstyria.Der steirische Autocluster ACstyria ist ein Bindeglied zwischen Wirtschaft, Industrie, Forschung und öffentlichen Einrichtungen. Neben Automotive deckt ACstyria auch die Bereiche Aerospace und Rail Systems ab. HGC als neuer Partner ist hier besonders stolz und freut sich, künftig Synergiepotential zwischen den einzelnen Branchen nutzen zu können. Die erste Gelegenheit dazu bot sich beim Luftfahrttag in Graz.
Am Grazer Flughafen präsentierten sich die heimischen Player in der Luft- und Raumfahrt am 28. November im Rahmen des Luftfahrttages des Steirischen Autoclusters ACstyria. Anfang des Jahres wurde der Cluster offiziell um die Komponente Luftfahrt erweitert. „Es gibt zahlreiche Synergien zwischen der Automobil- und der Luftfahrtbranche, die es sinnvoll zu nutzen gilt“, beschreibt Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann. Ziel sei es, die Steiermark international als Mobilitätsstandort zu etablieren und dazu gehöre auch die Luft- und Raumfahrt in der Steiermark wirtschaftlich voranzutreiben, so Buchmann. In der Wirtschaftsstrategie Steiermark 2020 ist Mobilität als eines der drei großen Leitthemen verankert.
Aktuell sind bereits 60 steirische Betriebe in der Luftfahrt aktiv, die insgesamt ein Umsatzvolumen von rund 200 Millionen Euro erwirtschaften. Über 800 Mitarbeiter sind derzeit im Bereich Luftfahrt in der Steiermark beschäftigt. Zu den großen steirischen Leitbetrieben zählen Pankl Aerospace, Magna Steyr Aerospace und Böhler Schmiedetechnik. „Die Luftfahrt ist im Vergleich zur Automobilbranche ein noch kleines Segment. Vor allem für KMUs gibt es hier aber großes Potential, da in der Luftfahrt vor allem kleine Stückzahl in Auftrag gegeben werden“, erklärt der Geschäftsführer des Steirischen Autoclusters ACstyria Franz Lückler.
Wie eine optimale Vernetzung in der Luftfahrt durch einen Cluster aussehen kann, präsentierte der Geschäftsführer des Aerospace-Clusters Berlin-Brandenburg Udo Rudolph beim ACstyria Luftfahrttag. "Wir haben in Deutschland inhaltlich ausgerichtete Netzwerkinitiativen initiiert und organisatorisch unterstützt, mit denen KMUs und Großunternehmen auf Augenhöhe kooperieren konnten,“ beschreibt Rudolph das deutsche Erfolgsmodell. Die Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz besteht aus rund 100 Mitgliedern und repräsentiert die rund 25.000 Mitarbeiter, die rund um die deutsche Hauptstadt von der Luft- und Raumfahrt leben.
Quelle: Steirischer Autocluster ACstyria, www.acstyria.com

2012-11-14

>> Der ILA 2012 gelang eine Punktlandung.

Der ILA 2012 gelang eine Punktlandung.Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin hat bei der Premierenveranstaltung auf dem neuen Messegelände Berlin ExpoCenter Airport eine Punktlandung hingelegt. Mit der größten Beteiligung in der über 100jährigen Geschichte.
1.243 Aussteller aus 46 Ländern (2010: 1.153 / 47) präsentierten eine eindrucksvolle Leistungsschau an High Tech-Produkten aus allen Bereichen der Aero-space-Industrie. Wie bei der letzten ILA informierten sich rund 230.000 Fach- und Privatbesucher, denen im Verlauf der Messe insgesamt 36 Stunden Flugprogramm geboten wurden. Die konzeptionelle Erweiterung der ILA um neue Segmente und Themen wie UAS (Unmanned Aircraft Systems) oder „Ökoeffizientes Fliegen“ stießen auf großes Interesse. Im Bereich UAS wurde eine umfassende Produktbandbreite von kleinen unbemannten Systemen bis hin zum unbemannten Großfluggerät für die zivile und militärische Nutzung präsentiert. Industrielle Innovationen und Forschungsprojekte, von Flugzeugsitzen und künftigen Kabinenkonzepten über immer umweltfreundlichere Triebwerke bis hin zu neuen Werkstoffen und alternativen Flugkraftstoffen, stellten die Fähigkeit der Branche bei der Entwicklung umwelt- und klimafreundlicher Luftfahrzeugtechnik dar.
282 Fluggeräte wurden im Verlauf der Messe am Boden und in der Luft präsentiert, darunter die beiden weltgrößten Verkehrsflugzeuge Airbus A-380 und Boeing 747-8 sowie die Beluga von Airbus, das Transportflugzeug mit dem weltgrößten Ladevolumen. Der weltweit modernste Militärtransporter A-400M wurde im Flugprogramm präsentiert. Als Weltpremieren auf Messen wurden der Eurocopter Hybrid-Demonstrator X3 oder das Solarflugzeug Elektra One Solar gezeigt.
Die Plattform dieser internationalen Leitmesse nutzte auch das Unternehmen HGC, um sich, gemeinsam mit einigen Kunden, über die Neuigkeiten am Markt zu informieren und auszutauschen. Und der Termin für die nächste ILA auf dem Berlin ExpoCenter Airport steht bereits fest: 20. - 25. Mai 2014!
Quelle: ILA Berlin, www.ila-berlin.de

2012-06-25

>> Mobiles Flugzeugrecycling.

Mobiles Flugzeugrecycling.Unter dem Projektnamen MORE-AERO (Modularisierung des Flugzeug-Recyclings durch Entwicklung und Erprobung einer mobilen Recyclingeinheit im Aerospace-Sektor) haben sich die Firmen Keske Entsorgung GmbH, das Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik der TU Clausthal, die Allcox International GmbH und die Süderelbe AG zusammen getan, um den Einstieg in das Flugzeugrecycling für Norddeutschland voranzutreiben. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes ist die Entwicklung einer mobilen Recyclingeinheit, die weltweit ausgemusterte Flugzeuge zerlegen und dem Recyclingprozess zuführen kann, wie der Firmenverbund mitteilte.
Gerade das Recycling von Flugzeugen bietet aufgrund der Fülle an verwertbaren, hochwertigen Materialien ein besonderes Potenzial für die Rückgewinnung hochwertiger Sekundärrohstoffe. Die hohe Komplexität und die zahlreichen Verbundwerkstoffe in modernen Flugzeugen stellen jedoch große Herausforderungen an die notwendige Wertschöpfungskette. Daher wurde das Recycling ganzer Flugzeuge – anders als in anderen Branchen – bisher kaum systematisch verfolgt.
Ausgemusterte Flugzeuge werden am Ende ihres Lebens häufig als Ersatzteillieferant auf „Flugzeugfriedhöfen“ oder auch am Rande abgelegener Flugfelder geparkt und ausgeschlachtet. Übrig bleibt in der Regel die Flugzeugstruktur. „Hier möchten wir mit unserem Projekt ansetzen“, erklärt Marc Keske, Geschäftsführer der Keske Entsorgung, die sich schon seit Jahren mit dem Potenzial der Luftfahrt für den Recyclingbereich auseinander setzt.
Langfristiges Ziel des Projektansatzes ist der Aufbau ganzer Wertschöpfungsketten für Flugzeugrecycling in Deutschland. Hierzu untersucht die Süderelbe AG Chancen für Kooperationen mit weiteren Akteuren aus der Luftfahrt- und Recyclingindustrie.
Quelle: airliners.de

2012-06-04

>> Themen und Technologien von morgen.

Themen und Technologien von morgen. Die resources & materials, die vom 19. – 21. Juni 2012 erstmals in Wels stattfindet, fokussiert sich auf das zentrale Thema Ressourcen-Effizienz und wird zur hochkarätigen Kommunikationsplattform.
Als Dialogforum für effiziente Produktionsprozesse beleuchtet die resources& materials wichtige Top-Themen der Industrie. Im Fokus stehen dabei die vier zentralen Themen: Energiemanagement, Innovative Werkstoffe, Cleaner Production und Intelligente Fertigung. Die Fachveranstaltung ist nicht nur auf die zukünftigen Bedürfnisse der Industrie zugeschnitten, sondern präsentiert bereits heute die zukunftsweisenden Technologien von morgen. Das offene Messekonzept ist perfekt, um Geschäftsbeziehungen zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.
Profitieren Sie von einem hochkarätigen Rahmenprogramm.
Die zahlreichen spannenden Vorträge und Workshops runden die resources & materials ideal ab. Darüber hinaus bietet die Messe nicht nur Praxistipps von Industrieanwendern, sie kann auch genützt werden, um neue strategische Partnerschaften zu knüpfen. Praxisvorträge und ein umfassendes Förderforum bieten zahlreiche Anregungen zum Thema Ressourcen-Effizienz und effiziente Produktion.
Klima:aktiv veranstaltet einen Unternehmertag unter dem Motto "Energieeffizienz in Industrie & Gewerbe", wo Industrieanwender über erfolgreiche Lösungsansätze sprechen. Beim TIM-Expertentag steht das Thema "Intelligente Fertigung" im Vordergrund und bietet einen spannenden Einblick in kostenund qualitätsoptimierte Produktions- und Prozessentwicklung. Weitere Highlights im Rahmenprogramm sind die Vortragsreihe "Mit Innovationen zu langfristiger Rohstoffsicherheit" von der Oberösterreichischen Zukunftsakademie und das Förderforum für nationale und EU-Förderungen, das von CATT & WKOÖ organisiert wird. Der O.Ö. Energiesparverband bietet am eigenen Info-Stand produktunabhängige Energie-Beratung, die auf individuelle Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten ist und veranstaltet einen spannenden Vortrag zum Thema "Photovoltaik für Betrieben".
Lassen Sie sich die resources & materials nicht entgehen. Alle Informationen zur Fachmesse finden Sie unter www.resources-materials.at Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Besuchen Sie uns in Messehalle 20 Sektor E / Stand RM05

2012-05-31

>> Airbus erwartet A380-Auftragsschub

Airbus erwartet A380-AuftragsschubDer Flugzeughersteller Airbus hat rund sechs Wochen vor der Farnborough Air Show ehrgeizige Ziele verkündet. 2012 sollen laut Airbus-Verkaufschef John Leahy Bestellungen für 30 A380 eingesammelt werden.
Der Flugzeugbauer Airbus rechnet trotz des Imageschadens bei seinem rissgeplagten Flaggschiff A380 mit einem neuen Auftragsschub. "Es wird nicht einfach, aber wir wollen in diesem Jahr Bestellungen für 30 A380 einsammeln", sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy am Donnerstag in Toulouse - gut sechs Wochen vor der großen Luftfahrtmesse im britischen Farnborough. Auch beim neuen Langstreckenjet A350 hält Leahy diese Größenordnung für realistisch. Auf dem Massenmarkt der Mittelstreckenflieger sieht er die Macht des Rivalen Boeing gebrochen: 60 Prozent Marktanteil für Airbus seien dauerhaft möglich.
Bei dem neuen Hightechflieger A350 sollen solche Fehler keinesfalls passieren. Der A350 besteht zu 53 Prozent aus Karbonfaser-Verbundstoffen. 2013 soll die erste A350-Maschine abheben, für spätestens Mitte 2014 ist die Auslieferung des ersten Jets vorgesehen. Der Zeitplan sei weiterhin "anspruchsvoll", hatte EADS-Finanzchef Hans Peter Ring erst vor wenigen Tagen betont.
Die Mittelstreckenjets bringen zwar die geringsten Gewinnspannen, machen jedoch weltweit rund 70 Prozent des Flugzeugmarkts aus. Deswegen sieht man beim Airbus A320neo die Karten im Wettbewerb zum Rivalen Boeing 737 neu gemischt: "Boeing kann die bisherige Marktaufteilung von 50 zu 50 nur halten, wenn sie ihre 737 mit kräftigen Rabatten verschleudern."
Bei den Bestellungen liegt Airbus bislang weit vorne, 2011 lag der Marktanteil der Europäer in dem Segment bei 70 Prozent. Leahy rechnet damit, dass sich der Auftragsreigen für die A320-Familie fortsetzt. Alleine aus China erwartet der Manager in diesem Jahr Bestellungen für mehr als 100 Mittelstreckenjets.
Quelle: airliners.de

2012-05-10

>> Optimierte A380-Flügel

Optimierte A380-FlügelAirbus strebt die Umstellung der Flügelproduktion beim A380 an. Laut einem Medienbericht sollen zum Jahresende Veränderungen eingeführt werden, um künftig Risse in den Tragflächen zu vermeiden.
Die EADS-Tochter Airbus plant einem Pressebericht zufolge zum Jahresende die Umstellung der Flügelproduktion seines Modells A380. Damit sollten die vor Monaten entdeckten Risse im Inneren der Tragflächen künftig vermieden werden, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher.
Insgesamt sind bislang 73 Modelle des weltgrößten Passagierflugzeugs an Kunden ausgeliefert. Geplant sei unter anderem eine andere Metalllegierung für die Halteklammern in den Tragflächen. Die Lösung solle das Gewicht des Flugzeugs nicht erhöhen. Die volle Einsatzfähigkeit bleibe gewährleistet, sagte ein A380-Experte dem Blatt. Die ersten Modelle mit den neuen Tragflächen dürften zur Jahreswende 2013/2014 zur Auslieferung kommen.
Die europäische Luftsicherheitsbehörde EASA will nach Angaben eines Sprechers "etwa Ende Mai eine neue Sicherheitsanweisung veröffentlichen", berichtet die Zeitung weiter. An Stelle der Anfang Februar verkündeten Einmalprüfung der Tragflächen nach 1.300 Flügen ist künftig die Einführung regelmäßiger Prüfintervalle geplant.
Quelle: dpa-AFX

2012-04-19

>> Lufthansa Technik versorgt Airbus Transporterflotte

Lufthansa Technik versorgt Airbus TransporterflotteLH Technik wird bis zum Jahr 2025 die fünf Beluga-Spezialtransporter von Airbus mit Ersatzteillogistik versorgen. Die Belugas werden bis dahin, wegen des Hochlaufs der A350-Produktion, wesentlich mehr benutzt.
Der Airbus A300-600ST Beluga wurde von Airbus als großvolumiger Spezialtransporter und Ersatz der Supper Guppy entwickelt, um komplette Sektionen und Flügel von Airbus-Flugzeugen aus unterschiedlichen Fertigungsstätten in Europa zu den Endmontagelinien nach Hamburg, Toulouse und Sevilla befördern zu können. Airbus SAS und die Lufthansa Technik AG hätten ihre bestehende Zusammenarbeit erneuert und einen neuen "Total Component Support"-Vertrag für die fünf Flugzeuge der Airbus A300-600ST "Beluga"-Flotte unterzeichnet, teilte Lufthansa Technik am Mittwoch mit.
Der erste Komponenten-Vertrag für die A300-600 ST-Flotte sei 1995 unterzeichnet worden. Die neue Vereinbarung laufe bis zum Jahr 2025. Die Verlängerung erfolge auch wegen der gesteigerten Nutzung der A300-600ST-Flotte im Rahmen des Produktionshochlaufs des Airbus A350 XWB.
"Wir werden unseren Beitrag zu den Airbus-Plänen leisten, die Beluga-Flotte in Zukunft intensiver zu nutzen", sagte Wolfgang Weynell, Leiter Marketing & Vertrieb bei Lufthansa Technik. Die Airbus Beluga-Flotte werde mit Komponenten aus den Lufthansa Technik Material-Lagern in Hamburg und Frankfurt unterstützt. Die Flotte von fünf Beluga-Flugzeugen wird von Airbus Transport International (ATI) betrieben. Zusätzlich zu internen Transporten bietet ATI die Beluga in Einzelfällen auch für externe Kunden auf Charterbasis an.
Quelle: aero.de

2012-03-26

>> Trent XWB auf dem Jungfernflug

Trent XWB auf dem JungfernflugDas Rolls-Royce Triebwerk Trent XWB hat bei seinem ersten Flugeinsatz eines der vier Trent-900 Triebwerke eines Airbus A380 erfolgreich ersetzt. Das Trent XWB wird den neuen Airbus A350 XWB antreiben.
Der Start des A380 erfolgte von den Airbus Werken in Toulouse. Während der 5-stündigen Flugzeit wurde das neue Triebwerk auf Herz und Nieren geprüft. Dazu wurde es in allen Schubeinstellungen, von Leerlauf bis voller Schub (84.000 lbs), bei Höhen von bis zu 43.000 ft getestet. Die Flugeigenschaften des Flugzeugs wurden von niedrigen Geschwindigkeiten bis Mach 0,9 bewertet.
Das Trent-XWB-Entwicklungstriebwerk wurde statt eines der Trent-900-Triebwerke des Flugzeugs am linken, inneren Triebwerksflansch der A380 montiert. Es wurde mit Testsensoren ausgestattet, um Hunderte von Parametern zu messen. "Das Triebwerk der A350 XWB zeigte während seines ersten Flugtests eine ausgezeichnete Leistung, genauso, wie wir es erwartet hatten", sagte Charles Champion, Executive Vice President of Engineering bei Airbus.
Dieses Triebwerk-Flugtestprogramm, das etwa ein Jahr vor dem Erstflug der A350 XWB beginnt, soll insgesamt rund 175 Flugstunden umfassen – etwa drei Mal so viele Flugstunden in der Luft wie bei vorherigen Programmen. Es wird über einen Zeitraum von sieben Monaten durchgeführt und umfasst Testkampagnen sowohl bei heißem Wetter als auch bei Vereisungsbedingungen. Das Gesamtziel dieser Flugtests ist eine frühe und systematische Auswertung aller Aspekte der Triebwerkleistung. Die ersten aussagekräftigen Ergebnisse dieser Flugtestkampagne werden diesen Sommer erwartet.
Quelle: airliners.de

2012-02-07

>> Saudi Arabian Airlines kauft bei Boeing

Saudi Arabian Airlines kauft bei BoeingSaudi Arabian Airlines hat bei Boeing die ersten beiden Exemplare des Langstreckenmusters Boeing 777-300ER abgeholt. Der Auftrag dazu wurde Ende 2010 erteilt.
Wie der amerikanische Hersteller diese Woche mitteilte, bestätigte Saudi Arabian Airlines eine Bestellung über acht weitere Langstreckenmaschinen des Typs 777-300ER. Vertragsabschluss erfolgte 2010 und Boeing führt den Auftrag seit vergangenem Jahr im Auftragsbuch. Die neue Order stellt einen Auftragswert laut Preisliste von rund 2,4 Milliarden US-Dollar dar, allerdings sind spürbare Preisnachlässe üblich.
Der Auftrag war Ende 2010 von Boeing bekannt gegeben worden. Er umfasste damals laut Mitteilung zwölf Boeing 777-300ER sowie Optionen für zehn weitere Maschinen.
Airline-Chef Chaled el Mulhim erklärte, die Flotte mit den verbrauchsärmeren Neuanschaffungen "erweitern und modernisieren" zu wollen. Saudi Arabian Airlines hat bereits 22 Exemplare der kleineren Version Boeing 777-200ER in der Flotte, die im Schnitt jedoch schon fast zwölf Jahre alt sind.
Boeing arbeitet straff im Zeitplan und darf sich nun über weitere Aufträge der arabischen Fluglinie freuen – es werden zusätzlich zehn Exemplare der Boeing 787 "Dreamliner" bestellt.
Quelle: airliners.de

2012-01-04

>> Erster A350-Vorderrumpf in der Endmontagelinie

Erster A350-VorderrumpfAirbus hat am Standort Toulouse den ersten Vorderrumpf des neuen A350 XWB in Empfang genommen. Das Rumpfvorderteil ist die erste größere Sektion in der Endmontagelinie.
Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat die erste Rumpfsektion des neuen und weitestgehend aus Verbundfasern hergestellten Langstreckenflugzeugs A350 XWB in die Endmontagelinie in Toulouse eingereiht. Der Vorderrumpf wurde zuvor am Airbus Standort Saint-Nazaire aus mehreren Einzelteilen zusammengefügt und anschließend mit einem Spezialflugzeug vom Typ "Beluga" nach Toulouse geflogen.
Die erste fertige Zelle wird Airbus jedoch nur für Tests am Boden nutzen. Dabei sollen wichtige Ergebnisse für die Zertifizierung im Vorfeld des Erstflugs im Jahr 2013 gewonnen werden. Der erste "fliegende" Rumpf MSN 1 wird anschließend in Toulouse erwartet. Dieser A350 XWB ist dann einer von fünf Flugzeugen der Testflotte.
Die A350 XWB-Familie setzt sich aus drei Passagierversionen zusammen: Die A350-800 mit 270 Plätzen, die A350-900 mit 314 Plätzen und die A350-1000 mit 350 Plätzen. Bisher haben 35 Großkunden insgesamt 567 A350 XWB bestellt. Airbus prognostiziert für die nächsten 20 Jahre einen Bedarf an rund 5.800 neuen Großraumpassagierflugzeugen mittlerer Kapazität.
Quelle: airliners.de [Stand: 04.01.2012]

2011-12-15

>> 7.000 Airbus ausgeliefert

7.000. Flugzeug von Airbus ausgeliefertDer europäische Flugzeugbauer Airbus hat das 7000. Flugzeug seiner Unternehmensgeschichte ausgeliefert. Die Maschine, ein Airbus A321, wurde in einer feierlichen Zeremonie an die amerikanische US Airways übergeben.
Airbus hat am Dienstag das 7.000 Flugzeug ausgeliefert. Der Jubiläumsjet, ein Airbus A321, wurde am Standort Hamburg-Finkenwerder feierlich an US Airways übergeben. Die amerikanische Fluggesellschaft ist laut Hersteller mit 220 Flugzeugen der weltweit größte Airbus-Betreiber.
Der neue Meilenstein in der Unternehmensgeschichte wurde nach nur knapp zwei Jahren nach Auslieferung des 6.000 Flugzeugs erreicht.
Der 1.000. Airbus war ein A340-300, der 1993 an Air France ausgeliefert wurde – 19 Jahre nachdem der allererste Jet, ein A300B2, 1974 ebenfalls an Air France übergeben wurde. 1999 war dann die Nummer 2.000 geschafft, nach nur weiteren drei Jahren die Nummer 3.000. Für die 4.000 benötigte Airbus dann nochmals drei Jahre. Dann zog das tempo wieder an: Im Dezember 2007, nach nur zwei Jahren, ging Nummer 5.000 – ein A330-200 – an Qantas. Im Januar 2010 übergab Airbus dann das 6.000 Flugzeug. Dabei handelte es sich um einen A380 für Emirates.
Quelle: airliners.de [Stand: 14.12.2011]

2011-11-24

>> Boeing besiegelt riesigen Verkehrsflugzeug-Deal

In Anwesenheit von US-Präsident Obama wurde der Verkehrsflugzeug-Deal besiegelt.Boeing hat in Indonesien das größte Verkehrsflugzeuggeschäft seiner Geschichte besiegelt.
Vertreter des US-Flugzeugherstellers und der indonesischen Gesellschaft Lion Air unterzeichneten heute auf der Insel Bali in Anwesenheit von US-Präsident Barack Obama einen Vertrag, der die Lieferung von 230 Maschinen mit einem Listenpreis von insgesamt 21,7 Milliarden Dollar (16,1 Mrd. Euro) vorsieht. Die Summe und die Anzahl der Flugzeuge sind laut Boeing-Angaben neue Rekorde für den Airbus-Konkurrenten.

201 Maschinen des Typs 737 Max
Lion Air ist die größte Inlandsgesellschaft Indonesiens. Die Bestellung umfasst 201 Maschinen des Typs 737 Max - eine sparsamere Version der 737 - und 29 737-900 mit größerer Reichweite. Nach Angaben des US-Präsidialamts sichert das Geschäft mehr als 110.000 amerikanische Arbeitsplätze. Obama sprach von einer Win-Win-Situation für beide Seiten. Der US-Präsident befindet sich gerade auf einer neuntägigen Asien-Pazifik-Reise.
Quelle: orf.at

2011-11-17

>> MTU will in China mitmischen

MTU will in China mitmischenDer Turbinenhersteller MTU will beim geplanten Aufbau einer chinesischen Flugzeugindustrie zum Zuge kommen. China will bis 2020 eine eigene Triebwerksfamilie entwickeln. Momentan prüfe MTU den Bedarf und die Voraussetzungen des Projekts.
Der deutsche Triebwerkspezialist MTU rechnet ab dem Jahr 2020 mit einem chinesischen Flugzeugtriebwerk. «China will in den kommenden zehn Jahren einen zweistelligen Milliarden-Dollar-Betrag in die Hand nehmen, um eine eigene Triebwerksfamilie zu entwickeln.», sagte MTU-Chef Egon Behle dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Die Münchener prüfen seit geraumer Zeit mit dem chinesischen Staatsunternehmen ACEA die Entwicklung eines Triebwerkes für den Airbus-Konkurrenten C919, der bereits 2017 fliegen soll.

China will mit der C919 das Duopol von Airbus und Boeing knacken.
Die Chinesen werben aktiv um die Beteiligung deutscher Unternehmen beim Aufbau einer nationalen Flugzeugindustrie. Bislang hat nur der schwäbische Zulieferer Liebherr den Zuschlag für Fahrwerke und Lüftungssysteme beim Bau der C919.
Auf einer Delegationsreise deutscher Industrievertreter nach Schanghai Anfang November warben die Chinesen um weitere deutsche Firmen, insbesondere mit Zugang zu Kohlefasertechnik. Die C919 soll nach Angaben des Herstellers Comac bis Ende des Jahres 200 feste Aufträge haben.
Quelle: dpa, dpa-AFX

2011-10-24

>> Erster A350-Vorderrumpf fertig

Airbus - Erster A350-Vorderrumpf fertigDer in Nordenham ansässige Spezialist für Kohlefaserverbundwerkstoffe Premium Aerotec hat den ersten Vorderrumpf für den Airbus A350 XWB strukturell fertig gestellt. Nach weiteren Arbeiten wird das Bauteil nach Hamburg überführt und dort mit der Bugsektion verbunden.
Der Airbus-Partner Premium Aerotec hat den ersten Vorderrumpf für das neue Langstreckenflugzeug Airbus A350 XWB am Standort Nordenham fertiggestellt. Die komplett aus Kohlefaserverbundwerkstoffen (CFK) gefertigte Rumpfsektion ist 13 Meter lang und besteht aus vier Paneelen sowie dem Bodengitter. In den kommenden Wochen werden die strukturellen Arbeiten an dem Rumpfteil fortgesetzt. Anschließend wird der Vorderrumpf für die Systeminstallation per Schiff zum Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder überführt.
Bisher haben 35 Großkunden insgesamt 567 A350 XWB bestellt. Airbus prognostiziert für die nächsten 20 Jahre einen Bedarf an rund 5.800 neuen Großraumpassagierflugzeugen mittlerer Kapazität.
Quelle: airliners.de

2011-10-11

>> Airbus will A320-Produktion weiter steigern

Airbus will A320-Produktion weiter steigernDie Airbus-Geschäftsführung und die europäischen Gewerkschaftsvertreter haben in Toulouse über das A320-Programm und die weitere Strategie beraten. Demnach plant der Flugzeugbauer eine Steigerung der Produktion von derzeit 38 auf 44 Flugzeuge im Monat. Die Geschäftsführung von Airbus erklärte auf Anfrage, bei dem Treffen mit europäischen Gewerkschaftsvertretern am Montag und Dienstag sei allgemein "über das Programm und die Strategie" des Unternehmens geredet worden; für Entscheidungen sei es "nicht der Ort" gewesen.
Airbus hatte im Mai angekündigt, bis Ende kommendes Jahres monatlich 42 Maschinen der A320-Familie herstellen zu wollen. Besonders gefragt ist der treibstoffsparende A320neo, der ab 2016 ausgeliefert werden soll. Vergangenes Jahr lieferte der Flugzeugbauer insgesamt 510 Maschinen aus, davon gehörten 401 zur A320-Familie.
Quelle: airliners.de

2011-09-15

>> Lufthansa Technik versorgt Haitec

Lufthansa Technik versorgt HaitecLufthansa Technik hat mit Haitec Aircraft Maintenance einen Vertrag über Materialversorgung und -instandhaltung geschlossen. Zudem versorgt Lufthansa Technik Logistik (LTL) den am Flughafen Hahn beheimateten Kunden mit Verbrauchsmaterial.
Der am Flughafen Hahn ansässige Wartungs- und Instandhaltungsspezialist Haitec Aircraft Maintenance GmbH und die Lufthansa Technik AG haben einen Vertrag über "Single Component Maintenance" (SCM) und "Consumable & Expandable Supply" (c.more) abgeschlossen.
Im Rahmen des Abkommens setzt Lufthansa Technik Komponenten für Haitec instand. Lufthansa Technik Logistik (LTL) versorgt den Kunden mit Verbrauchsmaterial (Consumables & Expendables). Neben Routinebedarfen aus einem gemeinsam festgelegten Materialspektrum kann Haitec auch ad hoc auf weitere Materialien aus dem Materialspektrum der LTL zurückgreifen.
Lufthansa Technik versorgt am Flughafen Hahn bereits die Frachtfluggesellschaft Air Cargo Germany.
Quelle: airliners.de

2011-09-08

>> Fokker-100-Nachfolger soll 2013 abheben

F100 Next GenerationF100 Next Generation

Das niederländische Unternehmen Rekkof will bis 2013 einen Nachfolger für die Fokker 100 in die Luft bringen. Das Modell soll unter anderem neue Triebwerke, Winglets und eine moderne Avionik erhalten. Mehrere EU-Airlines sollen bereits Interesse signalisiert haben.
Das Projekt einer stark überarbeiteteten Fokker 100 soll nunmehr in die nächste Runde gehen: Nach den Plänen des niederländischen Unternehmens Rekkof NV soll im Jahr 2013 eine Demonstrator unter der Bezeichnung "NG Aircraft F100" zum Erstflug abheben.
Wie ein Sprecher von Rekkof gegenüber Austrian Aviation Net erklärte, soll dazu der Prototyp der ursprünglichen Fokker 100 mit neuen Triebwerken, Winglets und einer Reihe weiterer Modernisierungen (Avionik, Innenausstattung) versehen werden. Bis 2016 soll dann die Produktion der Maschine gestartet werden. Die niederländische Regierung hatte im März des vergangenen Jahres einen Millionenkredit hierfür gewährt.
Ob es genügend Interesse an der Neuauflage geben wird, ist jedoch fraglich. Bei den 70- bis 100-sitzigen Jets stünden die Fokker-Neuauflagen in direktem Wettbewerb mit den E-190/E-195 von Embraer sowie den CRJ900/1000 von Bombardier, dem Airbus A318, der Boeing 737-600 und dem Suchoi SuperJet 100. Bis 2015 sollen außerdem die Bombardier CSeries, der Mitsubishi Regional Jet (MRJ) als neue Konkurrenten auf den Markt kommen.
Quelle: airliners.de

2011-09-01

>> Boeing 787 zugelassen

Boeing 787Boeing hat die amerikanische FAA- und die europäische EASA-Zulassung für den neuen 787 Dreamliner erhalten. Damit ist der Weg frei für die Erstauslieferung des Jets an die japanische ANA.

Der US-Flugzeughersteller Boeing kann mit der Auslieferung der neuen 787 "Dreamliner" beginnen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, haben die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) die notwendige Zulassung erteilt.
Mitte August hatte Boeing das Flugtestprogramm der 787 abgeschlossen. Die japanische ANA All Nippon Airways wird das Flugzeug als erster Kunde Ende September im Empfang nehmen.
Die Erwartungen an den Dreamliner sind hoch: 827 Maschinen sind bestellt, 15 davon gehen nach Deutschland an Air Berlin. "Mit diesem Flugzeug beginnt ein neues Kapitel in der Luftfahrt-Geschichte", erklärte Albaugh. Projektchef Scott Fancher sagte bei einem Festakt auf dem Werksgelände, der Jet mische die Karten in der Luftfahrt neu.
Der Dreamliner besteht zu großen Teilen aus leichten Verbundmaterialien statt wie üblich aus Aluminium. Das hatte zu massiven Problemen bei der Entwicklung und Produktion geführt und den Zeitplan immer wieder durcheinander gebracht. Am Ende soll sich die neue Technik aber durch Treibstoffeinsparungen auszahlen. Boeing verspricht den Passagieren darüber hinaus ein besonders angenehmes Reisen.
Ein Dreamliner kostet laut Liste bis zu 218 Millionen Dollar (150 Mio Euro). Bevor Boeing mit dem Flugzeug jedoch Geld verdient, müssen erst einmal die horrenden Kosten durch die Verzögerungen wieder hereingeholt werden. Airbus' Antwort auf den Dreamliner ist der A350, der den Planungen zufolge ab Ende 2013 ausgeliefert wird.
Quelle: airliners.de

2011-08-25

>> Boeing vor Delta-Großauftrag?

Flottenmodernisierung
Delta Air Lines soll kurz vor einer milliardenschweren Boeing-Flugzeugbestellung stehen. Für den US-Hersteller wäre ein solcher Auftrag von enormer Bedeutung, denn erst kürzlich hatte der langjährige Kunde American Airlines auch bei Airbus eingekauft.
Dem Flugzeughersteller Boeing winkt nach Informationen aus Kreisen ein Großauftrag von der Fluggesellschaft Delta Air Lines. Delta wolle 100 Boeing-737-Jets bestellen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf Kreise.
Erst im Juli hatte der US-Konkurrent American Airlines die Flottenmodernisierung angestoßen und einen Großteil der neuen Maschinen bei Airbus bestellt. Delta als Kunden zu halten wäre darum für Boeing von hoher Bedeutung. Doch eigentlich hatten Analysten erwartet, dass Delta angesichts der riesigen Flotte mindestens 200 Flugzeuge und ebenso viele Optionen bestellen wird. Eventuell werden in Toulouse ja schon die Sektflaschen kaltgestellt.
Quelle: airliners.de

2011-08-04

>> Airbus fliegt auf Germania

Airbus A319Germania betreibt künftig für Airbus den Werksverkehr zwischen den Standorten Hamburg-Finkenwerder und Toulouse. Die Berliner Fluggesellschaft hat sich in einer europaweiten Ausschreibung gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durchgesetzt. Die im November beginnende Zusammenarbeit zwischen Germania und dem Flugzeughersteller ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Für den Werksverkehr wird die Berliner Fluggesellschaft zwei Flugzeuge vom Typ Airbus A319 einsetzen, die seit diesem Jahr die Flotte ergänzen. Der exklusive Service wird zweimal täglich montags bis freitags zwischen Hamburg und Toulouse durchgeführt. Durch die räumliche Nähe von Hamburg-Finkenwerder und Bremen werden insbesondere an den Wochenenden zusätzliche Flüge mit den beiden Fluggeräten ab Bremen möglich. Mit den neuen Jets sind ab November insgesamt drei Airbus A319 an der Weser stationiert.

2011-07-21

>> Boeing eröffnet neu ausgestattete Lackierhalle

Boeing 737-900Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat eine neue Lackierhalle in der Nähe seines Werks in Renton, Washington eröffnet. Sie soll dazu beitragen, die Produktionskapazität der 737-Next-Generation zu erhöhen, teilte Boeing mit. Derzeit werden 31,5 Flugzeuge pro Monat gefertigt. Das Programm sieht eine Erhöhung der Produktionsrate auf 35 Flugzeuge pro Monat zu Anfang 2012 vor. Ab dem zweiten Quartal 2013 sollen 38 Maschinen pro Monat und ab der ersten Jahreshälfte 2014 sollen dann 42 Boeing 737 monatlich gefertigt werden. Der Lackierhangar wurde Ende der 50er Jahre Jahre für das Boeing-707-Programm erreichtet. In der Halle erhielten auch die Boeing 727 und bis 1994 die Boeing 757 ihre Farbgebung. Der neu ausgestattet Hangar hat ein Raumvolumen von knapp 4.700 Kubikmetern und weist modernste Feuer- und Umweltschutzsysteme auf. In ihm können alle Muster der Boeing 737 Next Generation lackiert werden. Eine aus acht Lackierern bestehende Mannschaft schafft eine Boeing 737 in rund drei Tagen – je nachdem wie aufwändig die Bemalung des Kunden ist.

2011-07-01

>> Nachbericht: Paris Air Show 2011

Paris Air Show 2011Auf Grund steigender Bauraten bei allen wichtigen Programmen und entsprechend vollen Auftragsbüchern herrschte in Le Bourget eine sehr gute Stimmung wie schon lange nicht mehr. Trotzdem sieht man natürlich auch die Gefahren und Risiken die sich aus den Finanzmärkten ergeben und auf Grund der starken Fremdfinanzierung der gesamten Branche speziell in diesem Bereich das Risko ansteigen lässt und auch zu Vorsicht mahnt [...]

2011-06-21

>> Korean Air mit erster 737-900ER und 30. 777

Boeing 737-900Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing und die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air haben am Montag gleich zwei Meilensteine gefeiert. So konnte die südkoreanische Fluggesellschaft sowohl ihre 30. Boeing 777, eine 777-300ER mit gesteigerter Reichweite, als auch die erste Boeing 737-900ER in Empfang nehmen. Die Next-Generation-737 ist zugleich die erste 737 mit dem neuen Kabinendesign "Sky Interior". Dieses orientiert sich an der Gestaltung der 787-Kabine und ist von modernen, gewölbten Seitenwänden und Fenstereinbettungen gekennzeichnet. Das Design der neuen, größeren Gepäckfächer soll Passagieren noch mehr Platz für ihr Gepäck bieten als zuvor. Dennoch nehmen die Gepäckablagen laut Boeing weniger Platz in der Kabine ein. Die Kunden können zudem zwischen verschiedenen Beleuchtungsspektren wählen. Die LED-Beleuchtung ist heller und ersetzt die beleuchtete Beschilderung, die Lichter für das Kabinenpersonal sowie die Halogen-Leselichter. Die Airline will den Jet im Laufe des Jahres auf den Routen nach Osaka-Kansai und Tokio-Haneda einsetzen.

2011-06-03

>> Luftfahrtmesse Paris Le Bourget

Die Luftfahrtmesse Parin in Le Bourget ist die Veranstaltung der Luft-und Raumfahrtindustrie. Hier werden die neuesten Technologien der Luft-und Raumfahrtindustrie und die damit verbundenen Einrichtungen, wie Flugzeugmotoren und Satellitentechnik präsentiert. Verschiedene Fachvorträge und spektakuläre Flugshows runden das Programm dieser Veranstaltung ab. Sie findet vom 20.06.2011 – 26.06.2011 statt. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

2011-05-04

>> Weltweite Gewinne der Luftfahrtindustrie

Laut einer Statistik, bekanntgegeben auf horizont.net, konnte die Luftfahrtindustrie in den vergangen Jahren wesentlich steigern. Untersucht wurde der Zeitraum von 2001 bis 2009. Im Jahr 2007 erzielte die Luftfahrtindustrie beispielsweise einen weltweiten Gewinn von 2,5 Milliarden US-Dollar.

2011-04-12

>> Innovationsaufwendungen: Metallerzeugung und -bearbeitung

Die Innovationsaufwendungen der Branche Metallerzeugung und -bearbeitung im Jahr 2006 betrugen 1,87 Milliarden Euro. Zu den Innovationsaufwendungen dieser Branche gehören FuE sowie innovationsbezogene Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Wirtschaftsgüter, Weiterbildung, Marketing, Konzeption, Konstruktion, Design sowie Produktions- und Vertriebsvorbereitung. Die Studie befasst sich mit den Entwicklungen von 2006 – 2008.

2011-04-03

>> Neuer europäischer Satellitennavigationsdienst erhöht Sicherheit in der Luftfahrt

Am 2. März hat die Europäische Kommission den Luftsicherheitsdienst EGNOS "Safety-of-Life" eingeweiht. Das System EGNOS ermöglicht präzise Anflüge und macht so die Navigation sicherer. Ferner verringern sich dadurch Verspätungen, Umleitungen und Stornierungen von Flügen. Zudem erlaubt es diese unentgeltliche Technik den Flughäfen, ihre Gesamtkapazität zu erhöhen und ihre Betriebskosten zu senken. Mit EGNOS lassen sich kürzere Flugstrecken planen, auf denen weniger Treibstoff verbraucht wird, und so die CO2-Emissionen der Luftfahrt verringern. EGNOS ist ein satellitengestütztes Ergänzungssystem, das die Genauigkeit von GPS-Signalen in ganz Europa verbessert. Es ist auch der Vorläufer von Galileo, dem globalen Satellitennavigationssystem, das die Europäische Union derzeit entwickelt.

2011-02-27

>> Startschuss für Super-Airbus A3XX: Und er wird doch gebaut.

Die Airbus-Partner haben den Startschuss für den Bau des größten Passagierflugzeugs der Welt gegeben. Der Super-Airbus A3XX soll im französischen Toulouse montiert werden. Hamburg übernimmt die Innenausstattung des A3XX, der bis zu 650 Passagieren Platz bieten soll, und liefert die Maschinen an Kunden in Europa und Nahost aus. Voraussichtlich werden dadurch in Hamburg 2000 Arbeitsplätze geschaffen. Der US-Konkurrent Boeing will auf die Herausforderung durch Airbus und das neue Super-Flugzeug A3XX mit «gestreckten» Modellen seiner 747-Jumbos antworten. Bisher hat der Konzern allerdings noch keine Entscheidung für die Weiterentwicklung der Maschinen getroffen. Man will erst abwarten, ob es unter den Flug- und Leasinggesellschaften genug Interessenten für die neuen Riesenflugzeuge gibt.